AGB aktuell

10/2017


Leipziger Seminarwoche vom 18. - 21.9.2017

„In Ostdeutschland gibt es wenige Christen.“ Diese Tatsache wird wohl die Wenigsten überrascht haben. Trotzdem war es erschreckend, von David Schott (DIM, Cottbus) zu hören, wie viele konfessionslose Jugendliche es hier tatsächlich gibt und was sie dem Glauben an Gott vorziehen. Dieses Referat war nur eines von vielen spannenden und interessanten Vorträgen der diesjährigen Leipziger Seminarwoche.


Begonnen wurde jeder Tag mit einer Morgenandacht und anschließender Gebetsgemeinschaft. Es folgte eine Bibelarbeit zum Buch Jesaja. Der Satz „Glaubt ihr nicht, dann bleibt ihr nicht!“ bildete dabei das Oberthema.
Dr. Gunnar Begerau (BTA, Forum Wiedenest) stellte das Buch vor, gab wertvolle Hintergrundinformationen und erklärte Aufbau, Struktur und Inhalt des Buches.


Nach einem leckeren Mittagessen gab es eine lange Pause, die für Gespräche, Spaziergänge oder einem Ausflug in die schöne Leipziger Innenstadt genutzt werden konnte.

An den Nachmittagen folgten Referate, wie das oben genannte von David Schott. Weitere Referenten waren Markus Schmidt (EFG Hoffnungszentrum Schkeuditz) und Thomas Riedel (Bibelschule Burgstädt). So erfuhren die Teilnehmer einiges über das Thema „Abkehr vom Glauben“ und über verschiedene Bibelübersetzungen. In einer anschließenden Aussprache konnten dann Fragen gestellt werden.

Nach dem Abendessen gab es wieder verschiedene Vorträge. Andreas Ebert (Kirchberg) redete über das Thema „Abkehr vom Glauben – Was sagt die Bibel?“.
Marko Schubert (Thierfeld) stellte das neue Jüngerschaftsprogramm „unterwegs“ der Bibelschule Burgstädt vor und forderte die Zuhörer heraus, Jüngerschaft ganz praktisch in ihren Alltag zu integrieren.

Die Herausforderung für alle Teilnehmer der Seminarwoche ist es nun, das Gehörte ganz praktisch im eigenen Leben umzusetzen. Möge Gott uns dafür Weisheit und Gelingen schenken!

Priscilla Noll
Teilnehmerin am ‚unterwegs‘- Kurs der Bibelschule Burgstädt


 

Impulstag für kleine Gemeinden am 2.9.2017 in Gera

Gefüllt mit Eindrücken, Impulsen und praktisch Ausprobiertem ging für uns der „Impulstag für kleine Gemeinden“ in der Relationship, Christliche Gemeinde Gera,
am 2.9.2017 nachmittags zu Ende.
Wir, das waren ca. 25 Teilnehmer von Gemeinden aus Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt, beschäftigten uns mit dem Thema, wie Menschen gerade durch kleine Gemeinden Jesus Christus kennenlernen und entscheidende Veränderungen in ihrem Leben erfahren können.

Vieles, was in großen Gemeinden sehr gut funktioniert, um Menschen mit dem Evangelium zu erreichen, ist für kleine Gemeinden nicht geeignet. Das Thema: „Wie kleine Gemeinden große Wunder erleben können – Wege zur Umkehr und Rettung von Menschen“ bewegte mich, wie ebenso die anderen Teilnehmer, an diesem Tag dabei zu sein, um dieses Anliegen besser umsetzen zu können.

So wurde uns mit dem Einstiegsvortrag von Friedemann Volke vor Augen gehalten, dass wir keinen Grund haben, uns für unseren Glauben und das Evangelium zu schämen, denn es ist Gottes Kraft zur Errettung von Menschen!

Ganz praktisch wurde es, als es darum ging ein persönliches Zeugnis zu geben, das andere interessiert und dem sie gern zuhören. Nach prägnanten Tipps und kurzer Überlegungspause hatten wir jeweils drei Minuten Zeit, einander in Kleingruppen unsere Bekehrungsgeschichte so zu erzählen, dass sich die Zuhörer Entscheidendes merken und wiederum weitergeben konnten. Dabei wurde deutlich wie wichtig es ist, unser Reden über den Glauben zu trainieren.

In einem weiteren Referat von Gerd Quadflieg konnten wir die Möglichkeiten und auch Vorteile von kleinen Gemeinden ganz neu entdecken. Er unterstrich die Macht, die wir haben, wenn wir Gottes Wort weitergeben und von Jesus reden. Praktische Ideen und

und Vorschläge aus der eigenen Gemein-
dearbeit von Markus Schmidt regten zum Ausprobieren an und rundeten den Tag ab.

Nun bleibt für uns die Herausforderung, diese Fülle an Ideen passend für unsere Gemeinde umzusetzen. Deshalb finde ich es gut, dass wir als kleine Gruppe aus Tanna dabei waren.

Kerstin Berlich
Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Tanna

 

 

 



 

Leiter der Ehe- und Familienarbeit bEHErzt promoviert

„Was du erwartest, bestimmt dein Leben.“ – so lässt sich mit einfachen Worten zusammenfassen, woran Markus Schäller in den letzten sieben Jahren geforscht hat.

„Eschatologie als Motiv der Ethik bei Paulus“ heißt der Titel der Dissertation, die er unter der Betreuung von Prof. Dr. Christoph Stenschke (University of South Africa / BTA Wiedenest) im Fachbereich Neues Testament geschrieben hat.
Es waren sieben harte Jahre (mit zwei akademischen Pausen), weil die Arbeit nebenberuflich zu leisten war. So mancher Familienurlaub wurde zugunsten von Studienaufenthalten an der Unibibliothek Leipzig ziemlich kurz.

Für seine Schwerpunkte als Sexualethiker ist die Forschung rund um die neutestamentliche Ethik in ihrer antiken Umgebung „sehr bereichernd“, wie Markus sagt.

„Sowohl die ethischen Maßstäbe als auch die Zukunftshoffnung der frühen Christen waren ganz klar ein Kontrastprogramm zu ihrer römischen Umwelt“.

Auf die Frage, welche Relevanz die Arbeit für die Gemeinde in der Gegenwart hat, antwortet er:
„Wir haben es hier mit einem der größten Defizite der westlichen Christenheit zu tun, das man mit zwei Sätzen auf den Punkt bringen kann:

1) Warum soll ich mich auf den Himmel freuen, wenn es mir auf der Erde so gut geht?
2) Wo die Eschatologie stirbt, dort stirbt auch die Ethik.“

Wir sind gespannt auf die Publikation und die Referate von Markus rund um das Thema.

Als AGB gratulieren wir Markus Schäller ganz herzlich und freuen uns, dass die Ergebnisse seiner Arbeit der Ehe- und Familienarbeit bEHErzt zugutekommen.

Reinhard Lorenz
AGB-Geschäftsführung


Leitlinie Liebesleben- eine Empfehlung für Gemeindeleitungen

Aus der Gemeindepraxis für die Gemeindepraxis ist die Leitlinie Liebesleben entstanden.Viele Leiter kennen Situationen, in denen sie mit Sichtweisen und Lebensstilen konfrontiert werden, die sich nicht gutheißen können, weil sie im Widerspruch zu ihren biblisch-ethischen Überzeugungen stehen. Oft fehlt es an Argumenten, manchmal auch an Mut, diese Dinge offen anzusprechen.

Als bEHErzt-Team glauben wir, dass man als Gemeindeleitung zunächst einmal eine gute Grundlage braucht, auf die man verweisen kann. Natürlich ist das die Bibel! Aber die Bibel ist dick und sie wird heute gern so verstanden, wie es am besten zum jeweils gewünschten Lebensstil passt.

Die Leitlinie Liebesleben ist eine Art Vorlage, die man als Leitungsteam übernehmen oder auch (natürlich mit Quellenangabe) anpassen kann, falls man einzelne Aussagen anders formuliert hätte. Die Leitlinie wird nicht überall auf Zustimmung stoßen, aber sie wirbt um Zustimmung und um einen Lebensstil, der sich an biblischen Maßstäben orientiert.

In unserer Gemeinde (EFG Limbach-Oberfrohna Lindenaustr.) haben wir aus der Leitlinie ein Heft gemacht und sie allen Gemeindegliedern zur Verfügung gestellt. Nicht einfach so, sondern natürlich im Zusammen-hang mit einer einführenden Themenpredigt.

Wenn ihr euch für eine solche Aufgabe externe Unterstützung wünscht (was bei diesem Themenkreis oft sinnvoll ist), dann stehe ich euch gern mit Rat oder Tat zur Verfügung.

Markus Schäller
Referent der Ehe- und Familienarbeit bEHErzt


 

HisStory – die neue Ausstellung zum Reformationsjubiläum

wurde vom 10. bis zum 14. Juli in der EFG Rostock gezeigt.

Am Samstag, den 8. Juli, kam die Ausstellung nach Rostock. In vier Stunden Arbeit wurden die zahlreichen Kisten entpackt und zu einer außergewöhnlich detailreichen Übersicht über 2000 Jahre Christentum zusammengefügt. Dazu gehörten 24 Schautafeln, 50 dreidimensionale Würfel und etwa 150 ausgewählte Exponate, wie z.B. der Nachbau einer Gutenberg-Druckerpresse, antike Schriften, ein Kettenhemd und vieles mehr.

Am folgenden Sonntag fanden auch schon die ersten zwei Führungen durch die Kirchengeschichte statt. Andreas Schmidt, ein Mitarbeiter der AGB, der die gesamte Woche Ausstellungsführer war, bot durch seine Reise durch die Geschichte einen lebendigen Eindruck der Geschehnisse. So konnte die Gemeinde bereits einen Einblick in den Ablauf der kommenden Woche bekommen.

Über die gesamte Woche hinweg war die Ausstellung für die Öffentlichkeit geöffnet. Es kamen Einzelpersonen,aber auch


eine Schulklasse und Konfirmandengruppen. Durch die Schautafeln, die Monitore, auf denen informative Kurzfilme gezeigt wurden, die verschiedenen Exponate und die Führungen konnten die Besucher die Geschichte regelrecht entdecken.
Im Vordergrund stand dabei das Gute, was durch das Christentum hervorgebracht wurde. In jeder Abteilung fanden die Besucher Würfel vor, die jeweils positive Veränderungen vorstellten, z.B. ging es um die Menschenwürde, Mildtätigkeit, Schulbildung, Überwindung der Sklaverei usw. Faszinierend war dabei zu sehen, dass genau diese positiven Veränderungen die Basis unserer heutigen Gesellschaft bilden und es sich lohnt, nach dem Ursprung, der Motivation dieser Veränderungen zu fragen.

Immer wieder wurde deutlich, dass die Botschaft Jesu wirklich die Welt, die Gesellschaft veränderte und auch immer noch dieses Veränderungspotential hat. Weil Jesus über diese Welt gegangen ist und seine göttliche Menschenliebe zeigte, veränderte er dadurch auch das Leben seiner Nachfolger in der Gesellschaft.

Die Besucher der Ausstellung wurden angeregt, das christliche Erbe neu zu schätzen und sich mit hinein nehmen zu lassen in den Strom der Liebe Gottes, der durch Jesus in diese Welt gekommen ist. Daraus sind einige sehr intensive und wertvolle Gespräche und Begegnungen entstanden, die hoffentlich nachhaltig Auswirkungen auf das Leben dieser Menschen haben. Auch für mich war es eine sehr lehrreiche Zeit und ich durfte mich einmal mehr begeistern lassen von der Kraft des Wort Gottes und dem Gott, der mit uns unperfekten Menschen Geschichte schreibt...

Manuela Hees
Bibelschülerin der BTA Wiedenest


 

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