AGB aktuell

02/2018


Wir werden RSI weiter entwickeln. Deshalb gibt es ab 2018 „RSI+plus“

 

Das haben wir als RSI-Team bei der RSI-Team-Klausur am 9.12.2017 beschlossen. Mit einem Rückblick auf die letzten sieben Jahre mit RSI machten wir uns zunächst bewusst, was uns damals dazu veranlasst hat, RSI zu beginnen.


Der Gedanke entstand bei den AGB-Regionaltreffen, die zweimal jährlich in der Region NRW-Nord stattfinden. Dabei wurde zunehmend deutlich, dass die Region mit ihren 5,2 Millionen Einwohnern eine große missionarische Herausforderung ist. Zugleich war es unübersehbar, dass die meisten AGB-Gemeinden ziemlich klein und überaltert waren und eher Rückgang als Wachstum zu verzeichnen hatten. Sie schafften es zwar noch, das Gemeindeprogramm aufrecht zu erhalten, hatten aber keine Kraft, darüber hinaus missionarisch tätig zu werden. Die Gemeinden fragten nach hauptberuflichen Mitarbeitern, die sie unterstützen, waren aber finanziell nicht in


in der Lage, Mitarbeiter anzustellen. Bei den Regionaltreffen kam die Frage auf, ob es nicht eher gelingen könnte, wenn sich die Gemeinden zusammen tun, um gemeinsam Mitarbeiter zu berufen, die die Gemeinden durch missionarische Arbeit besonders unter Kindern und Jugendlichen unterstützen könnten. Am 7.11.2010 war es dann so weit: die Ruhrstadt-Initiative wurde gegründet.

Das Konzept sieht folgendermaßen aus:

Die AGB-Gemeinden schließen sich zu einer Ruhrstadt-Initiative zusammen, um gemeinsam Mitarbeiter zu berufen, die an den einzelnen Orten missionarisch arbeiten. Sie sollen nicht die Gemeindearbeit übernehmen, sondern darüber hinaus missionarisch tätig sein. Jede Gemeinde stellt so viel an Ressourcen zur Verfügung, wie sie möchte. Die Ressourcen beziehen sich auf finanzielle Mittel, Gemeindehäuser, Mitarbeit und Gebet.
Mit diesen Mitteln können Mitarbeiter berufen werden, die den Gemeinden voll- oder teilzeitlich für missionarische Arbeit zur Verfügung stehen. Die Mitarbeiter sollen nicht auf sich alleine gestellt sein, sondern eine Einbindung im Team haben.


 

Das RSI-Team

Im RSI-Team steht die kollegiale Beratung im Mittelpunkt. Hier werden auch Ideen und Konzepte entwickelt, wie missionarische Arbeiten vor Ort aufgebaut werden können. RSI wird von dem RSI-Leitungskreis geleitet. Diesem gehören je zwei Verantwortungsträger aus jeder Gemeinde an. Darüber hinaus gibt es einen RSI-Leiter von der AGB.

Die RSI-Gemeinden

Fünf Gemeinden stiegen sofort ein, um bei RSI mitzumachen. Das waren Duisburg-Meiderich, Essen-Mitte, Gelsenkirchen, Moers und Mülheim-Delle. Die Unterstützung der Gemeinden durch RSI war nicht in allen Gemeinden sofort sichtbar und deshalb hat sich z.B. Mülheim-Delle wieder verabschiedet. Später kamen noch weitere Orte wie Gelsenkirchen-Buer und Gladbeck dazu.

An den meisten Orten hat RSI wirklich etwas bewirkt. In Duisburg-Meiderich z.B. konnte die missio-narische Arbeit unter Kindern und Jugendlichen „livingroom – help youth grow“ aufgebaut werden. Die überalterte Gemeinde ist dadurch wieder zu neuem Leben erwacht und es ist schön zu sehen, wie die Alten mit den Jungen zusammen Gemeinde gestalten.
In Gelsenkirchen, wo die Gemeinde vor ihrer Auflösung das Gemeindehaus zur Verfügung gestellt hatte, konnte – mit Ausdauer und nach

mehreren Anläufen – eine neue Gemeinde gegründet werden. Inzwischen finden wieder regelmäßige Gottesdienste statt, ein Treffpunkt für Kids und ein internationales Café, zu dem viele ausländische Mitbürger kommen, um Deutsch zu lernen und über den Glauben zu reden.
Sehr dankbar sind wir, dass Christen aus Übersee Deutschland und insbesondere das Ruhrgebiet als Missionsland erkannt haben, dass sich Missionare aus Amerika und Peru in Gelsenkirchen engagieren.
Auch in Gladbeck engagieren sich Missionare, die aus der Schweiz ins Ruhrgebiet gekommen sind und evangelisieren unter dem Motto. „Wir beschenken Gladbeck!“.

Auch in Gladbeck engagieren sich Missionare, die aus der Schweiz ins Ruhrgebiet gekommen sind und evangelisieren unter dem Motto. „Wir beschenken Gladbeck!“.
In Essen helfen Mitarbeiter in dem sozialdiakonischen Projekt „TAF – Treff am Freitag“ mit, um bedürftige Menschen zu versorgen und ihnen dabei die Botschaft der Liebe Gottes zu vermitteln.
In Moers bemühen sich Mitarbeiter, die Gottesdienste missionarisch zu gestalten und Menschen in der Stadt zu erreichen. In Gelsenkirchen-Buer bemüht sich Tobias Zundel mit den Geschwistern der Gemeinde, missionarische Bibelentdecker-gruppen aufzubauen.
Wir sind dankbar, was in den sieben Jahren RSI-Arbeit entstanden ist.


Wir schauen nach vorn!

Zugleich schauen wir nach vorne und fragen, wie es künftig mit RSI weitergehen kann. Dazu haben wir bei der Klausur folgende Thesen zu RSI +plus formuliert:


Wir werden die missionarische Arbeit im Ruhrgebiet weiter verstärken. RSI ist weiterhin nötig, weil die missionarische Herausforderung weiterhin besteht. Diese ist durch die vielen Migranten, die ins Ruhrgebiet gekommen sind, noch größer geworden.


Wir werden gemeinsam Gemeinden im Ruhrgebiet bauen. RSI ist eine Vision, in der es darum geht, bestehende Gemeinden zu unterstützen und neue Gemeinden zu gründen. Deshalb soll RSI nicht auf die bisherigen RSI-Gemeinden beschränkt bleiben. Wir wünschen uns, dass alle AGB-Gemeinden und solche dazu kommen, die die RSI-Philosophie mit uns teilen.


Wir werden weitere Gemeinden im Ruhrgebiet gründen. Deshalb ermutigen wir bestehende Gemeinden, Gemeindegründung im Ruhrgebiet zu unterstützen. Im Fokus sind derzeit die Städte Dortmund und Hagen, zumal eine amerikanische Missionarsfamilie gerade nach Dortmund gezogen ist und in Hagen das Anliegen vor Gott bewegt wird, ob es möglich ist, dort eine internationale Gemeinde zu gründen.


Wir werden das RSI-Team ausbauen. Das RSI-Team bietet denen Unterstützung, die ihre Berufung darin sehen, im Ruhrgebiet missionarisch tätig zu sein. Es soll eine Anlaufstelle sein für Missionare, die ins Ruhrgebiet kommen und ein Ort der Ermutigung für hauptberufliche Mitarbeiter, die von Gemeinden berufen wurden. Deshalb laden wir weitere Missionare und alle hauptberuflichen Mitarbeiter ein, zum RSI-Team dazu zu kommen.


 


Was passiert in Gelsenkirchen?

Es ist eine große Freude, Euch zu erzählen, wie unser Dienst in Gelsenkirchen weitergeht. Gott ist barmherzig, treu und liebevoll mit uns gewesen. Er hat sein Reich erweitert und seine Gemeinde in Gelsenkirchen gebaut und wir sind überwältigt und dankbar dafür.
Am 13. August feierten wir unseren ersten Taufgottesdienst, es war ein Tag voller Emotionen und mit vielen Gästen.

Wir lernten unsere neuen Freunde durch unser Flüchtlingscafé kennen. Relativ schnell fingen die beiden an, regelmäßig unsere Gottesdienste zu besuchen. Sie hatten viele Fragen über den Glauben und zeigten Interesse an Jesus. Nachdem sie die Gottesdienste mehrere Monate besucht und parallel dazu auch einen persönlichen Jüngerschaftskurs mitgemacht hatten, beschlossen sie, den Islam zu verlassen und Jesus Christus als ihrem persönlichen Herrn und Retter zu folgen.

Während der Herbstferien 2017 veranstalteten wir die Lego-Tage.
Die Idee war, eine Miniaturstadt zu bauen, die aus 100.000 Legosteinen besteht. Für die vielen Stunden Bauzeit teilten wir die 34 Teilnehmer (Kinder zwischen 6 und 12 Jahre) in verschiedene Gruppen. Das war gut, um sie kennenzulernen und um das Evangelium mit ihnen zu teilen.
Wir stellten den Kindern jeden Tag eine biblische Geschichte mit Legoteilen und Legofiguren vor. Angefangen von der Schöpfung bis zu dem Werk von Jesus. Am Sonntag schlossen wir die Veranstaltung mit ungefähr 70 Leuten (viele Eltern waren dort) und gaben die Geschichte der "weisen und törichten Erbauer" in Lukas 6 weiter. Es war einfach klasse!

Kulturtag mit Besuchern aus zwölf verschiedenen Ländern
Rund 90 Menschen besuchten den Kulturtag am 16. September. Einige unserer regelmäßigen Gäste brachten typische Gerichte aus ihren Heimatländern mit und wir boten ein internationales Buffet an. Wir genossen auch musikalische Darbie-tungen und Tänze aus unterschiedlichen Kulturen,

unter anderem die "peruanische Marinera". Wir mieteten eine Hüpfburg und andere Spielgeräte und boten parallel ein Programm für die Kinder an. Diese Aktivität ermöglichte es uns, viele neue Kontakte zu knüpfen und in der Nachbarschaft der Kirche bekannter zu werden.

Vom 22. bis 24. September haben wir mit einigen unserer afghanischen Kontakte an einem Online-Gottesdienst teilgenommen, der speziell für diese ethnische Gruppe entwickelt wurde. Es war sehr spannend für unsere Freunde, das Wort Gottes, Lobpreis und Zeugnisse in ihrer eigenen Sprache zu hören. Bitte betet weiterhin für die afghanische und iranische Gemeinschaft in Gelsenkirchen. Wir haben mit ihnen einen wöchentlichen Hauskreis begonnen. Sie haben immer noch viele Fragen über den Glauben.



 

The Ingrams are back!!!

Mit Familie Ingram hatten wir im Herbst 2015 die ersten Gottesdienste der heutigen GelsenKIRCHE begonnen. Leider wurde bei Van Ingram 2016 Speiseröhrenkrebs diagnostiziert und so musste Familie Ingram ein Jahr in die USA zurück. Im Juli 2017 kehrten sie zurück und wir sind Gott so dankbar, dass Van momentan krebsfrei ist. Die Chance, dass der Krebs zurückkehren wird, ist immer noch hoch, deswegen beten wir weiter. Der Plan ist, für die nächsten 4 Jahre in Gelsenkirchen zu bleiben. Es ist ein großer  Segen, mit ihnen zusammen zu arbeiten.

Heinz und Lisette Noche, Missionare aus Peru

Wir sind sehr dankbar, dass Christen im Ausland Deutschland als Missionsland entdeckt haben. So hat die Gemeinde in Lima/Peru Heinz und Lisette Noche als Missionare nach Deutschland gesandt. Sie unterstützen seit 2014 die Gemeindegründung in Gelsenkirchen. 90% der finanziellen Unterstützung kommt aus peruanischen Gemeinden, die sich sehr bemühen, die Arbeit in Deutschland möglich zu machen.
2017 haben Noches allerdings zwei von ihren wichtigsten Sponsoren verloren. Deshalb gibt es jetzt  eine monatliche Unterdeckung in Höhe von 1000 Euro. Dank Elterngeld und Sozialleistungen sind sie bisher über die Runden gekommen, aber nun suchen sie Spender, die helfen, die Deckungslücke zu  schließen und die Missionsarbeit weiterhin zu ermöglichen.
Bitte helft mit, die finanzielle Unterdeckung geringer zu machen. Noch besser wäre es, wenn Partnergemeinden Familie Noche und die Gemeindegründung in Gelsenkirchen unterstützen könnten.


Auch Missionare aus Rumänien unterstützen RSI in Moers

Wir sind Familie Simion und sind nach mehr als zehn Jahren Missionsarbeit in Rumänien nach  Deutschland gekommen. Gott hat uns gerufen.
Obwohl wir kein Deutsch konnten und keine Freunde in Deutschland hatten. Es war nicht so leicht, mit drei Kindern unterwegs zu sein, aber Gott hat uns versorgt.
Wir haben versucht, eine Gemeinde zu  finden, in der wir dienen können. Seit Mai 2017 arbeiten wir bei RSI mit und sind in der Gemeinde Moers beschäftigt. Im Moment bin ich noch auf Minijobbasis angestellt. Aber als Familie mit drei Kindern im Alter von 16, 11 und 10 Jahren brauchen wir weitere finanzielle Unterstützung. Meine Tätigkeiten bei RSI sind: Aufbau einer missionarischen Arbeit in Moers, Gestaltung von Gottesdiensten mit Musik und Verkündigung, Gründen und Weiterführen von missionarischen Kleingruppen in Moers, Taufkurse durchzuführen (zwei Kandidaten möchten sich taufen lassen).
Außerdem unterstütze ich das TAF Projekt der EFG Essen-Mitte mit der Übersetzung von Deutsch auf Rumänisch und von Rumänisch auf Deutsch und andere Gemeinden mit Musik. Wir musizieren sehr gerne gemeinsam als Familie.

Cristinel Simion
RSI-Mitarbeiter in Moers


 

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