AGB aktuell

10/2018


 

Die älteste Brüdergemeinde in Deutschland feierte 175-jähriges Jubiläum

Die Brüdergemeinde in der Neckarstraße in Stuttgart feierte ihr 175-jähriges Jubiläum mit einem Gottesdienst und einer Festveranstaltung. Georg Müller, der "Waisenvater von Bristol", kam im September 1843 nach Stuttgart und gründete die erste Brüdergemeinde in Deutschland.


Damals trafen sich 19 Personen, um gemeinsam das Abendmahl zu feiern. Die Bezeichnung
"Brüdergemeinde" gründet auf einer Aussage von Jesus in Mt. 23,8: "Einer ist euer Lehrer, ihr alle aber seid Brüder". Das war ein wesentliches Merkmal der nun entstandenen Brüdergemeinden: Sie hatten keine hauptamtlichen ordinierten Prediger oder Pfarrer, sie waren einfach als Gleiche unter Gleichen zusammen und bezeichneten sich gegenseitig als Geschwister.

In seiner Predigt hob Reinhard Lorenz von der AGB - ChristusForum Deutschland - hervor, dass Zukunft auch Herkunft braucht. In 3 Thesen zeigte er auf, dass die Gemeinde nach Apg. 2 aufgrund des Wirkens Gottes entstanden ist, so war auch die Erweckung als Antwort auf die Aufklärung der Beginn der Brüdergemeinden in Deutschland. Das Fundament zur Beständigkeit der Gemeinde liegt in den 4 Kernbereichen der Gemeinde: Lehre der Apostel, Gemeinschaft, Brotbrechen und Gebet. Was der Gemeinde Zukunft gibt, ist das übernatürliche Wirken Gottes, wenn wir die Bedürfnisse der Menschen wahrnehmen und offene Häuser für Menschen in unserer Umgebung haben.

Bei dem Festakt beleuchtete Prof. Dr. Stephan Holthaus von der FTH Gießen das Leben Georg Müllers und dessen Auswirkung. Er stellte ihn als Vorbild im Vertrauen auf einen großen Gott dar, der in der Liebe zu den Menschen einen missionarischen Lebensstil prägte.

Hans-Martin Faß von der Gemeinde Stuttgart betonte, dass es ein Geschenk sei, dass diese älteste Brüdergemeinde in Deutschland noch heute lebendig und missionarisch aktiv sei, daher wolle man nicht die Leistung der eigenen Gemeinde feiern, sondern in Dankbarkeit die lange treue Führung und Leitung Gottes. Über der Feier stand das Motto "auf festem Grund", da man sich bewusst sei, dass eine gesunde Gemeinde nur auf dem festen Fundament Jesus Christus bestehen kann.

Im Anschluss an die Feier konnten die Gäste neben Plakaten zur Geschichte und Gegenwart der Stuttgarter Gemeinde die von der AGB neu erstellte Ausstellung zur Geschichte der Brüderbewegung besichtigen. Am darauf folgenden Wochenende wurden Freunde und Nachbarn zu einem Hoffest eingeladen, weil die Gemeinde an ihrem Standort Menschen mit dem Evangelium erreichen möchte.


Hans-Martin Faß, Missionsbeauftragter der Gemeinde Stuttgart


 

Evangelisch-Freikirchl. Gemeinde Anklam
Gemeindebau – Dachsanierung
Ferienspiele
Gemeindefreizeit
ProChrist-Werbung
Einführung des Gemeindereferenten

Gemeindeportrait EVANGELISCH - FREIKIRCHLICHE GEMEINDE ANKLAM

Südlich von der Insel Usedom liegt auf dem Festland die Kleinstadt Anklam mit rund 13.000 Einwohnern. Wer hier vom Bahnhof die 800 Meter zum Marktplatz geht, kommt knapp auf halber Strecke an unserem Gemeindehaus vorbei. Wer nach links schaut, kann die typisch norddeutsche Backsteinfassade nicht übersehen. Auf rotem Grund zeigt ein weißes Kreuz und der Schriftzug „Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde“ deutlich an, wer hier zu Hause ist.


Auf diese Bezeichnung hatten wir uns schon viele Jahre vor der Wende verständigt, denn im selben Haus versammelte sich zur Untermiete auch die Stationsgemeinde der Greifswalder Baptisten. 1991 kam es zum Zusammenschluss der beiden kleinen Gruppen. Das war eine der Voraussetzungen für den An- und Umbau des Gemeindehauses. Die Geschichte der Brüdergemeinde hatte in den dreißiger Jahren mit einem Hauskreis begonnen. Das Jahr 1947 sehen wir als Gründungsjahr der Gemeinde an. In der Nachkriegs-zeit liegen auch die Anfänge der baptistischen Stationsarbeit.


Von den heute 30 Mitgliedern haben sechs das gesegnete Alter von 80 Jahren bereits überschritten.
Eine junge Frau ist seit Jahren als Missionarin in den USA/Brooklyn tätig, ein junger Familienvater ist als Kindermissionar oft in Deutschland, besonders in Mecklenburg-Vorpommern, unterwegs. Wenn wir nach der Wende nicht Kontakt zu vielen Gästen bekommen hätten, wären wir im Gottesdienst oft nur eine kleine Gruppe, so aber überwiegt meist die Anzahl der Gäste.


Parallel zum sonntäglichen Gottesdienst findet die Kinderstunde statt, nach Altersgruppen können wir nicht teilen, weil uns die Kinder und vor allem die Mitarbeiter fehlen. Während der Schulzeit gibt es für


Kinder monatlich noch ein bis zwei Nachmittagstreffs im Gemeindehaus und außerdem noch ein bis zwei missionarisch gestaltete Spielplatztreffs in zwei Stadtteilen. Wöchentlich findet ein Nachmittagsbibelkreis statt, monatlich ein gut besuchter Frauentreff und zweimal im Monat ein Treffen für Senioren. Der Leitungskreis trifft sich in der Regel monatlich, zu den fünf Mitgliedern zählt auch unsere Kassiererin.


Seit Jahrzehnten beteiligen wir uns an der Allianzarbeit in der Stadt und haben hier seit Jahren auch die Leitung inne. Außer der Gebetswoche gehört dazu auch die Ausrichtung von ProChrist-Veranstaltungen und vor vier Jahren auch die Teilnahme als „Fischschwarm“ beim Festumzug anlässlich des 750-jährigen Stadtjubiläums. In der Stadt bekanntgemacht hat uns auch die Ausrichtung von „Heiligabend nicht allein“. Seit etwa 15 Jahren laden wir an diesem Tag nach dem Gottesdienst am Nachmittag Einsame zur Gemeinschaft bis 21.00 Uhr in das Gemeindehaus ein.


Ein Höhepunkt im Gemeindeleben ist seit mehr als 20 Jahren die Gemeindefreizeit an einem Wochenende in verschiedenen Freizeitheimen im Umkreis von 150 Kilometern. Den jeweiligen Gast-referenten empfinden wir immer als gute Bereicherung des Gemeindelebens. Als Gemeinde in der Provinz brauchen wir solche Höhepunkte. Wenn es darüber hinaus nicht eine gute Vernetzung mit den ähnlich großen Nachbargemeinden gäbe, hätten wir manchmal weit mehr Probleme, die Predigtpläne zu besetzen. Von dieser Vernetzung profitieren wir nicht nur beim Predigtaustausch, sondern auch bei den „fünf Standbeinen“ der regionalen Zusammenarbeit: In diesem Jahr gab es den 15. gemeinsamen Open-Air-Gottesdienst mit 150-200 Teilnehmern in einem Naturerlebnispark. Jährlich kommt in den beiden größeren Gemeinden in der Region im Wechsel ein Tagesseminar dazu, sowie in drei kleineren Gemeinden im Wechsel ein regionales Gebetsfrühstück.


 


Das Leitungstreffen der Region wird in diesem Jahr zum 97. Mal stattfinden. Seit rund 40 Jahren gibt es regionale Kinderbibeltreffs jeweils an einem Wochenende.

Probleme macht uns immer wieder die Mitarbeitersituation. Infolge Ausbildung, Studium und Arbeit ziehen nicht nur junge Leute aus der Stadt weg, sondern manchmal auch ganze Familien. Diese Tendenz macht natürlich vor der Gemeinde nicht Halt. Bis zu seiner Pensionierung vor drei Jahren gab es für vier kleine Gemeinden einen Gemeindereferenten in Teilzeit, der auch die regionale Arbeit koordiniert hat.
Nach fast drei Jahren Pause ist es uns in Kooperation mit einer Nachbargemeinde gelungen, wieder einen Gemeindereferenten in Teilzeit anzustellen. Gerade durchläuft er das zweijährige Einstiegsprogramm für Dienstanfänger in der AGB. Immer, wenn er zu uns kommt, muss er 35 Kilometer fahren. Wenn in wenigen Jahren unsere Ersparnisse voraussichtlich aufgebraucht sind, werden wir sehen, wie wir die Anstellung aus dem laufenden Haushalt gestalten können.


Dieser Artikel wurde nicht geschrieben, weil wir eine Vorzeigegemeinde wären, sondern weil wir erleben, dass Gott auch einer kleinen Gemeinde beisteht, ihren Auftrag in ihrer Umgebung zu erfüllen. Geschrieben wurde er auch, weil man auf diese Weise an viele, die sich vielleicht neu orientieren wollen, die Bitte aussprechen kann: „Komm nach Anklam und hilf uns.“


Volker Miksch, Gemeindeleiter

WIE KÖNNEN HAUSKREISE ATTRAKTIVER WERDEN?

Das multimediale Kursprogramm „ECHT leben“ fördert geistliches Wachstum in Kleingruppen.


„Geistliches Wachstum greifbar machen.“ Fragt man Simon Joas, so war genau das sein größter
Wunsch, der ihn vor drei Jahren dazu bewegt hat, ein umfangreiches Jüngerschaftsprogramm zu ent-wickeln. Herausgekommen ist: ECHT leben. Das videobasierte Kurssystem soll Gemeinden und Hauskreise unterstützen, damit möglichst viele Menschen im Glauben wachsen und ... echt leben.


Warum braucht es so ein Programm?
Wenn wir so leben, wie Gott sich das für uns gedacht hat, wird sich das positiv auf unseren Alltag und unser Umfeld auswirken. Ein idealer Ort, um Gottes gute Gedanken zu entdecken, sind Hauskreise bzw. Kleingruppen. Allerdings haben diese oft keinen guten Ruf: Mal möchte sich niemand darauf vorbereiten, mal sind sie nicht sonderlich interessant. So ist es nicht verwunderlich, dass viele Christen gar nicht wissen, wie sie erfüllt und befreit leben können. Es fällt ihnen schwer zu sagen, wie Gott sich ihre Entwicklung vorstellt, was sie vielleicht ändern könnten und wie sie dabei praktisch vorgehen sollten. Genau hier setzt das multimediale Kursprogramm an.


Was ist das Besondere an ECHT leben?
Das Programm zeichnet ein Gesamtbild davon, wie Gott sich echtes Leben für uns vorstellt und vermittelt damit einen Lehr‐ und Trainingsplan für alle relevanten Glaubensthemen. Durch ansprechende Videos können die Treffen mühelos durchgeführt werden.
Die kurzen Film‐Clips vereinfachen die Vorbereitung und erhöhen die Attraktivität der Kleingruppe. Die Inhalte sind für unterschiedliche geistliche Entwicklungsphasen ausgelegt und für alle Christen geeignet.



 

MÄNNERTAG

Brandenburg/Berlin

Thema

Fürchte dich nicht

Datum
Samstag, 10.11.2018 10 bis 17 Uhr


Ort
EFG Oberkrämer, Lindenallee 65,
16727 Oberkrämer/Vehlefanz


Programm
09:30 Uhr Stehkaffee, Begrüßung

10:00 Uhr VORTRAG:
Ulrich Neuenhausen
Special Guest: Reinhard Lorenz

12:00 Uhr Mittagessen

13:00 Uhr Seminare
• Andreas Hänsch:
Mentoring, Stabübergabe – wie
fördern wir die Gemeinde?
• Reinhard Lorenz:
Lass dir nicht den Mund verbieten! –
Furchtlos über den Glauben reden
• Ulrich Neuenhausen:
Die Offenbarung – das Buch, das
glücklich macht
• und weitere

14:15 Uhr Kaffee und Kuchen

14:45 Uhr Kreativblock: Mut ist
gefragt!

15:30 Uhr VORTRAG & FRAGEN:
Ulrich Neuenhausen


17:00 Uhr Abschluss

#NEU2018 - die Konferenz für Gemeindegründer und Interessierte.

Vom 9.-10.11.2018 in Zwickau.

 

Wenn dich das Thema Gemeindegründung interessiert.
Wenn du selbst schon Teil eines Gründungsprojektes bist.
Wenn du bereit bist, mit Jesus zu neuen Ufern aufzubrechen.
Dann sei dabei ... bei der #NEU2018!


Es geht um Vernetzung von Gemeindegründern und Gemeindegründungsprojekten
und Inspiration durch Vorträge von Roberto Bottrel, einem
Brasilianer, der von einem Paradigmenwechsel in seiner Gemeinde und in
seinem eigenen Herzen berichten wird. Er ist ein Netzwerker und Influencer in
Deutschland und darüber hinaus. Unser main speaker in Zwickau - Roberto
Bottrel.


Außerdem bekommst du in Seminaren Antworten auf diese Fragen:

  • WER kann eine Gemeinde gründen?
  • WIE sind Gemeindegründer vorgegangen?
  • WAS sind die Voraussetzungen für eine Gemeindegründung?
  • WIESO sollten weitere Gemeinden gegründet werden?
  • WESHALB sollte ich ein Teil einer Gründung sein?
  • WARUM nicht?!

 

Komm mit nach Zwickau zu #NEU2018!!!


 

Ältere Ausgaben

Ältere Ausgaben von AGB aktuell können im Download-Archiv als PDF heruntergeladen werden.

Zu den Downloads