AGB aktuell

09/2018


Ehetag 2018 in Dresden

Was glückliche Paar richtig machen


Wir freuen uns beim Ehetag nicht nur über zahlenmäßiges Wachstum von 62 Paaren in 2016, 74 in 2017 auf 93 in 2018; dazu noch ca. 40 Mitarbeiter, sondern über so viele sehr gute Feedbacks, dass wir auch als Leiter neu motiviert sind, diesen Weg weiterzugehen.

Warum gibt es den Ehetag?
Weil Ehen heute mehr Stärkung brauchen als je zuvor, sind solche Oasen wichtig. Das gilt für stabile Paare wie auch für solche, die mit Krisen kämpfen.

Woher kommen die Teilnehmerpaare?
Im Grunde aus ganz Deutschland, wobei die Sachsen natürlich den Schwerpunkt bilden. Paare, die z.B. von der Ostseeküste oder aus NRW anreisen, kombinieren den Ehetag gern mit einem Ehe-Wochenende in Dresden.

Wie kann man sich einen Ehetag vorstellen?
Man wird als Paar bei einer Tasse Kaffee persönlich begrüßt, bekommt eine Teilnehmermappe und darf dann ein Bühnenprogramm verfolgen. Die geniale Band „TonArt“ nimmt uns mit in eine Lobpreiszeit hinein. Dann folgt das eigentliche Thema, das dieses Jahr in Form von zwei Interviewreferaten vorgetragen wurde: Die Top Ten der Kennzeichen glücklicher Paare. Ehrlich und offen geht es bei der folgenden Talkrunde zu. Nach dem Mittagessen gibt es die TeamChallenge: eine freiwillige, aber lustige spielerische Herausforderung bei musikalischer Untermalung.
Dass Paare mal was „Verrücktes“ miteinander machen, hat für ihre Beziehung mehr Wert als es auf den ersten Blick scheint. Im Workshop kann jedes Paar ein Thema seiner Wahl vertiefen. Wer für sich beten lassen möchte, kann sich in den Pausen ans Gebetsteam wenden. Den Schlusspunkt bildet ein zweiter, motivierender Impuls sowie das Segensgebet des bEHErzt-Teams für alle Teilnehmerpaare.

Gibt es eine Kinderbetreuung?
Nein, denn wir möchten, dass sich Eltern für diesen Tag privat um die Betreuung ihrer Kinder kümmern, um sich vor Ort möglichst ungestört nur mit ihrer Ehe zu beschäftigen.

Hat der Ehetag konkrete Auswirkungen?

Definitiv. Aus Feedbacks und Gesprächen wissen wir, wie ermutigt manche Paare von Dresden wieder nach Hause fahren, um den Alltag mit neuem Input anzupacken. Einige sind inspiriert worden, in ihrer eigenen Gemeinde eine Ehearbeit zu beginnen, wobei wir sie gern unterstützen. In Dresden hat sich – sozusagen als „Kind des Ehetags 2017“ – ein Netzwerk unter mehreren freikirchlichen Gemeinden gebildet, das sich für die Stärkung von Ehen in


 

der sächsischen Landeshauptstadt einsetzt. Wenn wir mithelfen können, dass solche wertvollen Initiativen entstehen, sind wir glücklich. Schließlich ist der Ehetag für unsere noch sehr junge Ehe- und Familienarbeit eine wichtige Plattform, auf der wir punktuell erklären können, was wir in Deutschland voranbringen wollen, z.B. mit dem Themenjahr 2019: „Generation Beziehungs(un)fähig?!“.

Und, was machen glückliche Paare nun richtig?

Die folgenden Aussagen sind aus Sicht des bEHErzt-Teams die zehn wichtigsten. Die Reihenfolge ist dabei nicht entscheidend.

1. Wir gehen von guten Motiven des Partners aus und begegnen uns in einer Haltung der  Wertschätzung und Ermutigung.
2. Wir sagen uns immer die Wahrheit.
3. Wir geben mehr als wir erwarten und führen keine Listen.
4. Wir schaffen eine Balance zwischen gemeinsamen und individuellen Aktivitäten.
5. Wir schaffen Oasen für unsere Beziehung und ermöglichen dadurch eine Kommunikation von Herz zu Herz.
6. Wir genießen unsere Sexualität.
7. Wir haben gemeinsame Ziele.
8. Wir sehen und schätzen unsere unterschiedlichen Stärken und fördern sie.
9. Wir wissen, dass wir echtes Glück und Erfüllung nur in der persönlichen Verankerung in Gott finden.
10. Wir geben einander nie auf.

 

Wann ist der nächste Ehetag in Dresden?
Am 02.11.2019 mit unserem außerordentlich geschätzten Kollegen vom Weißen Kreuz, Kai Mauritz (Lemgo), der zum Thema „Der Schlüssel zum entspannten Miteinander“ die Hauptreferate halten wird.

Antje & Markus Schäller, Ehe- und
Familienarbeit bEHErzt


 

Heute möchte ich euch wieder etwas mit hinein nehmen in meinen Alltag in Gelsenkirchen.
Wir stellen wieder einmal fest:
Leben ist Veränderung – das merken wir aktuell stark in unseren sozialdiakonischen Projekten. Wir sind auf der Suche nach guten Antworten, nach Gottes Weg mit LEBENSTRAUM Kids und Café.

Bei den Lebenstraum Kids haben wir die noch nie dagewesene Situation, dass wir eigentlich zu viele Mitarbeiter haben. Das ist wunderschön und ein echtes Geschenk! Wir arbeiten zurzeit wieder 3 Co-Mitarbeiter ein, die wir 6 Monate lang durch ein Mentoringprogramm begleiten und sie an ihre Aufgaben Schritt für Schritt heranführen, damit sie mehr und mehr Verantwortung übernehmen können. Dennoch fragen wir uns gerade, was das bedeutet, dass wir so viele Nachwuchsmitarbeiter bekommen. Denn auf der anderen Seite haben wir es schon länger auf dem Herzen, eine Arbeit mit Teenagern zu beginnen – also mit Leuten weiterzumachen, die als Kids bei uns gestartet sind. Sie wachsen natürlich immer aus dem Angebot heraus (wir haben Kinder zwischen 6 und 12 Jahren) und unsere bisherigen Versuche, sie ab dem 13. Lebensjahr an andere Einrichtungen in Gelsenkirchen zu vermitteln, sind bisher fehlgeschlagen. Deshalb liegt es nahe, mit den Teens weiterzumachen. Wir haben uns also jetzt mit einem kleinen Team zusammengesetzt und uns erste Gedanken zu „Lebenstraum Teens??“ gemacht…Der Ausgang dieses Prozesses ist völlig offen. Aber wir starten nach den Herbstferien eine Umfrage unter den Teens, die dafür in Frage kommen und mit denen wir schon in


 

Kontakt sind (das sind 12 Personen). Darauf kann man aufbauen, das ist schon ein guter Grundstock. Aber wir möchten hören, was sie sagen und brauchen.Wir beten weiter, dass Gott uns wirklich durch diesen Prozess leitet und zeigt, ob und wie es gehen könnte. Auch finanziell. Außerdem hören wir uns bei anderen Arbeiten mit Teenagern um, damit wir lernen und Inspiration bekommen. Das ist wirklich spannend und ich habe echt Freude auf diesem Weg.

Im Lebenstraum Café hingegen ist es ruhiger geworden. Zwar kommen immer einige ausländische Gäste am Dienstag zu uns und auch unter der Woche sind wir nach wie vor An-sprechpartner für einige Menschen. Dennoch fragen wir uns gerade, wie wir auf diese Veränderung reagieren sollten. Viele von unseren Kontakten haben inzwischen eine Arbeit gefunden oder sind in Maßnahmen vom Jobcenter eingebunden. Andere besuchen noch die Schule und sie brauchen unsere Hilfe nicht mehr so wie am Anfang. Das ist wunderbar und wirklich gut. Deshalb überlegen wir gerade mit unserem Kooperationspartner, dem DRK Gelsenkirchen, wie wir das Angebot verändern können, damit es wirklich sinnvoll ist und Integration gezielt fördert. Auch da sind wir in einem Prozess und im Gespräch mit unseren Gästen, die gerne die Kontakte zu Deutschen ausbauen möchten. Außerdem bin ich Ende November am Runden Tisch mit der Ausländerbehörde eingeladen. Danach werden wir wohl entscheiden, ob und wie es weitergeht. Die Mitarbeiter sind jedenfalls weiterhin motiviert und offen für Veränderung.

Anfang Oktober haben wir unsere erste Gemeindefreizeit als GelsenKirche gemacht und es waren 6 Personen dabei, die wir durch das Lebenstraum Café kennengelernt haben und die mittlerweile fest zur Gemeinde gehören! Es war eine tolle Gemeinschaft und Zeit, um uns besser kennenzulernen. Eine ganz bunte Truppe von Leuten unterschiedlichen Alters, verschiedener Herkunft und es waren auch Leute dabei, die dem Glauben an Jesus noch sehr skeptisch gegenüberstehen. Aber es war eine total gesegnete, schöne Zeit und wir haben es alle genossen. Als Leitungsteam der Gemeinde sind wir unheimlich dankbar und überwältigt



davon, was Gott tut und wie er Menschen verändert, rettet und Heilung von Verletzungen schenkt. Die Jugendlichen haben sich sehr engagiert und das Programm toll gestaltet. Sie hatten einfach Lust darauf und Spaß daran. Am Lagerfeuer haben wir uns dann gegenseitig erzählt, was Gott in unserem Leben tut und wie wir ihn erleben. Super ermutigend.

Steffi Herhaus, Mitarbeiterin
von RSI in Gelsenkirchen

 

Noch etwas Schönes ist passiert:

Steffi und Hadi haben geheiratet!


Ausstellung HisStory in Hohenlimburg

Lieber Andreas, lieber Reinhard, vielen Dank für Eure ungeheure Mühe, diese Ausstellung zusammenzustellen. Sie hat bei jedem, der kam, positive Reaktion hervorgerufen. Für unser Team von sechs Ausstellungsführern gab es wunderbar viele Anknüpfungspunkte für das Evangelium.
Leider kamen keine Schulklassen, aber wir hatten jeden Nachmittag bis zum Abend immer Betrieb. Alle Konfirmandengruppen und katholische Firmgruppen kamen. Dazu auch die Ehrenamtler der katholischen Kirchgemeinde und viele andere, die schon irgendwie vorbereitet waren, sich mehr mit dem Christentum zu beschäftigen. Es war für mich eine Überraschung wie viele dann doch kamen.
Die Ausstellung ist so umfangreich, dass jeder etwas findet, was seine Aufmerksamkeit fesselt. Besonders gut fand ich, dass von jeder Konfession etwas zu finden war. Dies half die Besucher abzuholen und diese auf den Ursprung Jesus hinzuweisen. Die beiden Ebenen - Geschichte und Werte - sind hervorragend, um über den Glauben zu sprechen.

Thomas Gerlach, Hauptberuflicher Mitarbeiter der EFG Hohenlimburg


 

Zur finanziellen Situation am Ende des Jahres

 

In den letzten Tagen haben Reinhard Lorenz und Alexander Rockstroh gemeinsam einen Infobrief zur finanziellen Situation am Ende des Jahres verschickt. Gemeinsam, weil sie die Geschäftsführung dieses Jahr noch gemeinsam verantworten.

 

Wir sind sehr froh, dass die Stabübergabe so gut gelungen ist und dass durch die Berufung von Alexander Rockstroh, Gerald Klatt und David Kröker insgesamt eine Verjüngung in der Mitarbeiterschaft möglich geworden ist.

Die damit verbundene Dynamik war bereits in diesem Jahr nicht zu übersehen, das ja unter dem Jahresthema stand:

 

„Gemeinde NEU entdecken – Ihre Schönheit. Ihr Potenzial. Ihre Dynamik“.

 

 

Wegen der momentanen Überlappung in der Mitarbeiterschaft ist unser Haushalt in diesem Jahr aber auch besonders angespannt. Deshalb bitten wir euch herzlich, uns am Ende dieses Jahres mit einer Sonderspende zu unterstützen. Zu einem ausgeglichen Haushalt zum Jahresende fehlen uns derzeit noch 80.000 Euro.

Wir konnten auch wieder einige Projekte in Angriff nehmen:

Da kratzen, wo es juckt!
Mit allen Bereichen unserer Arbeit wollen wir Menschen in ihren Nöten helfen. Eine der größten Nöte unserer Zeit ist Beziehungsunfähigkeit. Deshalb haben wir das Jahr 2019 unter das Thema „Generation Beziehungs(un)fähig?!“ gestellt und wollen Gemeinden helfen, zu Beziehungs-Kompetenz-Zentren zu werden, indem sie selbst in heilen Beziehungen leben und Menschen in ihrer Umgebung helfen, in gute Beziehungen zu Gott und zu Menschen zu kommen. Dazu wird gerade gutes Material erarbeitet und 2019 sollen dazu viele Impulstage und Seminare stattfinden. Das alles kostet natürlich auch Geld. Danke, wenn ihr dieses unterstützt!

Weitergehen in Evangelisation
Nach wie vor sind wir dankbar für die guten Erfahrungen, die wir mit den Ausstellungen machen. Die Bibelausstellung, die Ausstellung Weltreligionen und besonders die neue Ausstellung „HisStory“ waren wieder in vielen Orten unterwegs. In jedem Einsatz konnten wir viele Menschen für das Evangelium begeistern. Es war jedoch seltener der Fall, dass Besucher bereits in der Ausstellung eine Entscheidung für Jesus festgemacht haben. Wir haben festgestellt, dass Menschen mehr Zeit brauchen. Deshalb


haben wir in einen „Follow-Up-Glaubensgrundkurs“ entwickelt, der nach den Einsätzen angeboten wird. Wir erleben, dass Menschen nun tatsächlich während des sechswöchigen Kurses zum Glauben kommen. Wenn ihr mithelft den Kurs zu finanzieren, sind wir sehr dankbar!
Zukunft braucht Herkunft
Bei dem AGB-Zukunftsworkshop in diesem Jahr ging es auch um das Thema Vergangenheit. Um dieses anschaulich zu machen wurde ein Zeitstrahl der Geschichte der Brüdergemeinden entwickelt unter dem Titel „Von den Anfängen der Brüderbewegung bis zum AGB-ChristusForum Deutschland“. Weil der Zeitstrahl auf so reges Interesse gestoßen ist, haben wir diesen als Heft drucken lassen und als Ausstellung gestaltet. Diese stellen wir Gemeinden kostenlos zur Verfügung und würden uns freuen, wenn die Erstellungskosten durch Sonderspenden gedeckt werden. Die Ausstellung kann übrigens sehr gut bei Gemeindejubiläen eingesetzt werden.
www.gemeindeneugruenden.de
Wir sind sehr dankbar für die innovativen Gemeindegründungsprojekte der AGB in Frankfurt, Gelsenkirchen, Vogtland, Zwickau und anderen Orten. Um die Gemeindegründungen besser zu vernetzen und weitere Mitarbeiter für Gemeindegründung zu interessieren, brauchten wir dringend einen neuen und zeitgemäßen Internetauftritt. Dass die Gelder dafür gut angelegt waren, zeigt sich schon daran, dass wir in den letzten Monaten bereits viele und vor allem junge Menschen motivieren konnten, sich in der Gemeindegründung zu engagieren. Wir sind sehr dankbar, wenn ihr helft die Investition dafür abzufedern.

Herzlichen Dank an alle, die sich an der Finanzierung der Arbeit der AGB beteiligen!


 

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