AGB aktuell

07/2019


Die Ausstellung Weltreligionen am Chiemsee

Vom 12.-19. Mai war die Ausstellung Weltreligionen in Grassau im Chiemgau und gleich anschließend vom 19.-26. Mai in Tittmoning, zwischen dem Chiemsee und der österreichischen Grenze. Dabei wurden den interessierten Menschen die einzelnen Hauptreligionen vorgestellt und der Unterschied zwischen Religion und Evangelium deutlich gemacht.
Es kamen etliche Schulklassen und viele Einzelbesucher. Unter den Besuchern war auch eine Lehrerin aus Ostermiething in Österreich. Sie war so angetan von der Ausstellung, dass sie fragte, ob die Ausstellung nicht spontan in ihrer Schule gezeigt werden könnte. Die freikirchliche Gemeinde in Tittmoning setzte sich dafür ein, dass dieses möglich wurde, baute die Ausstellung in der Schule auf und unterstützte mit Führungen durch die Ausstellung. Überglücklich schrieb die Lehrerin einen Bericht über die Ausstellung Weltreligionen:

Die Ausstellung Weltreligionen im Schulkontext


Durch Zufall gelangte die Ausstellung „Weltreligionen“ in unser Schulgebäude der NMS Ostermiething. Schnell war klar: Sie ist eine wahre Bereicherung für Wissbegierige; so auch für unsere Schüler! Da die Ausstellung einigen Raum beansprucht, vereinbarten wir im Vorhinein, lediglich die Thementafeln „Religionen – ein weltweites Phänomen“, „Animismus“, „Hinduismus“, „Buddhismus“, „Esoterik“, „Judentum“, „Christentum“, „Islam“ und „Viele Religionen - ein Evangelium“ aufzustellen.

Die Schulaula bot in unserem Schulgebäude alle Vorteile:
Die SchülerInnen konnten sich bereits in den Pausenzeiten einen Überblick verschaffen, fachfremde LehrerInnen und der Rektor waren mit der Ausstellung konfrontiert und wurden so aufmerksam auf das Thema. So konnte ich immer wieder Kollegen und Kolleginnen entdecken, die während ihrer Freistunden eine Runde durch die Ausstellung drehten. Manche KollegInnen schlossen sich aus Interesse sogar einer Führung für die SchülerInnen an. Außerdem war zu beobachten, dass durch die Raumwahl Eltern, die ihre Kinder von der Schule abholten, den Weg durch die Ausstellung fanden.


 

Im Schulalltag bot ich im Rahmen des Religionsunterrichtes Führungen für die einzelnen Klassen an. Da in unserer Schule die Schülerzahlen von Klasse zu Klasse stark variieren (12-25), war es mir bei kleineren Klassen möglich, die SchülerInnen in einer Gruppe durch die Ausstellung zu führen. Bei größeren Klassen hatten wir das Glück, dass sich Pastor Georg Schwab aus Tittmoning (jener, der uns diese Ausstellung vermittelte) anbot. So konnten größere Klassen geteilt und zeit-gleich mit zwei Gruppen durch die Ausstellung gewandert werden.
Eine Gruppe startete bei der Tafel „Esoterik“, die andere bei „Religionen – ein weltweites Phänomen“.

Jede Führung konnte in einer Unterrichtseinheit (50 Min.) durchgeführt werden, was einen Überblick ermöglichte. Natürlich wäre es auch möglich, die einzelnen Tafeln intensiver zu behandeln, SchülerInnen etwas ausarbeiten zu lassen oder in einer zweiten Einheit das Quiz anzubieten und danach zu besprechen, was uns jedoch aus Zeitgründen nicht gelang. Für uns war es hilfreich, den SchülerInnen Sitzmöglichkeiten anzubieten, wir nutzten Sitzpolster. Sessel sind für Schülergruppen nicht zu empfehlen, weil diese immer wieder verschoben werden müssen.

Für mich als Lehrperson, die Führungen für SchülerInnen durchführte, bot das Beiheft „Phänomen Weltreligionen - Fragen Fakten Antworten“ eine große Hilfe. Ebenso ist auch das Beiheft zu empfehlen, welches die einzelnen Gegenstände beschreibt. SchülerInnen fragen nach, dann ist solches Background-Wissen von großem Nutzen.


Von Vorteil betrachte ich auch, die Ausstellung für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Vielleicht bietet sich ein freier Schulnachmittag oder ein Sonntag an, um Eltern, Kirchenmitgliedern und Interessierten Zugang zu verschaffen. Im Idealfall kann dies auch mit einer Führung für Erwachsene geboten werden. Ebenso könnten SchülerInnen, die sich mit der Ausstellung auseinandersetzten, Führungen für Erwachsene anbieten.

 

Als Fazit kann ich als Pädagogin diese Ausstellung nur befürworten und empfehlen. Sie bietet fundiertes Wissen, da sie übersichtlich, klar aufgeteilt und auf das Wesentliche reduziert ist. Es gibt aus meiner Sicht keine Bevorzugung einer Religion, alle haben ihren Platz und werden wertvoll thematisiert. Zudem ist es von großem Vorteil, authentische Gegenstände aus den Religionen betrachten zu können. Besonders für SchülerInnen und Kindergruppen ist es wichtig, nicht nur Bilder von Gegenständen zu haben, sondern diese auch „in Echt“ betrachten zu können. Die Reaktion von SchülerInnen und LehrerInnen bestätigte meine Einstellung zur Aufbereitung dieser Ausstellung: Sie ist ein wahrer Schatz!


Christina Schernberger,
Lehrerin an der NMS Ostermiething

 

 


 

Die Ausstellung Weltreligionen trägt dem Interesse vieler Menschen in unserer multikulturellen und multireligiösen Gesellschaft Rechnung, mehr über die verschiedenen Religionen zu erfahren. Sie hat das Ziel, mit Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und religiösen Hintergründen über die Fragen nach Religion und Glauben ins Gespräch kommen. Es ist eine gute Möglichkeit, verschiedene religiöse Einstellungen verstehen zu lernen und die eigene Glaubensüberzeugung verständlich zu machen.

 

In einem Rundgang durch 13 Abteilungen werden die großen Weltreligionen (Animismus, Hinduismus, Buddhismus, Shintoismus, Konfuzianismus, Taoismus, Judentum, Christentum, Islam, Esoterik und Säkularismus) präsentiert, Hintergründe erklärt und Fragen zu den Religionen diskutiert. Die beiden ersten Abteilungen („Religion – ein weltweites Phänomen“ und „Religionen im Überblick“) stellen den Zusammenhang her und stellen die Frage, weshalb Menschen religiös sind. Die beiden letzten Abteilungen behandeln dann die Frage, ob alle Religionen wirklich dasselbe wollen und was den Unterschied zwischen Religion und dem christlichen Glauben ausmacht.

 

Jede Abteilung besteht aus einem professionellen Messestand mit Alu-Displays. Auf den Schautafeln wird die Information zu den Religionen in Bild und Text erklärt. Auf den in den Stand integrierten Ausstellungstischen werden viele dazu gehörige Exponate ausgestellt.



 

Bibelübersetzung damals und heute

 

Man liest seine Bibel und dabei kommt manchmal die Frage auf: Wie entsteht eigentlich eine Bibelübersetzung? Oder: Warum gibt es so viele Bibelübersetzungen?


Da ich meine Forschungsarbeit zum Thema Bibelübersetzung, insbesondere zur Elberfelder Bibel, fertiggestellt habe, bin ich nun dabei, dieses nicht ganz einfache Thema für die Gemeindepraxis verständlich und fundiert aufzubereiten.


Ich habe das Thema Bibelübersetzung in kleine Einheiten aufgeteilt, die ich miteinander kombinieren und dadurch einen oder mehrere Vorträge in gewünschter Länge erstellen kann. Jede Einheit hat eine Vortragsdauer von 10-20 min. Dadurch können z. B. aus zwei bis drei Einheiten Vorträge von ca. 45 min. zusammengestellt werden.


Folgende Einheiten kann ich anbieten:

  • Wie entsteht eine Bibelübersetzung?
  • Wie entstand die Elberfelder Bibel?
  • Übersetzen ist unmöglich: Von den Problemen eines Bibelübersetzers.
  • Welche Übersetzungstypen gibt es?
  • Warum gibt es so viele unterschiedliche Übersetzungen?
  • Trends im Bereich Bibelübersetzung heute.
  • Welche Bibelübersetzung ist die Richtige für mich oder für meine Kinder?
  • Für welche Leser ist die Elberfelder Bibel gut?
  • Wie arbeitet man effektiv mit der Elberfelder Bibel?


  • Der Stil der Elberfelder Bibel und typische Merkmale der Brüderbewegung.
  • Wer gibt die Elberfelder Bibel heute heraus? Die Arbeit von Verlagen und der Bibelkommission.

Wo kann man diese Themen platzieren?

  • Im Gottesdienst als Predigt zu einem einmal ganz anderem Thema.
  • Als Abendvortrag.
  • Als Thema für Gemeinde und Jugendkreis. Jeder bringt „seine Bibelübersetzung“ mit.
  • Auf einer Gemeindefreizeit als Ergänzung zu Bibelarbeiten, z.B. zum 1.Thessalonicherbrief.

Der neue Predigtkurs

Außerdem plane ich derzeit einen neuen Predigtkurs. Er ist für Leute gedacht, die sich in diesem Bereich ausprobieren wollen und dabei fragen, ob ihre Begabungen im Bereich der Verkündigung liegen.
Dieser Kurs ist auch für Leute geeignet, die schon erste Erfahrungen im Verkündigungsdienst haben und den Weg vom Bibeltext zur Predigt einmal unter systematischen Gesichtspunkten gehen und dabei ihre bisherige Arbeit reflektieren wollen.


Und so geht’s:

Jeder Teilnehmer wählt sich einen Predigttext, den er in diesem Kurs bearbeiten will. Bei jedem Treffen wird ein Arbeitsschritt auf dem Weg zur Predigt erklärt, dann an einem Beispieltext angesehen und anschließend am eigenen Predigttext angewendet. Am Ende steht die fertige Predigt, die jeder auch in einer Gemeinde hält.

 

Und hier die wichtigsten Daten, Termine und Themen:

Die Treffen finden jeweils am Samstagvormittag statt. Die genaue Uhrzeit klären wir noch.

16.11.2019:  Den Predigttext finden und das erste vertraut machen mit dem Text.


07.12.2019  Den Text verstehen: Einleitungsfragen zum Verständnis des Textes, schwierige Begriffe und Sachverhalte klären.
18.01.2020   Den Text verstehen:
Die Verserklärung und das Textthema formulieren.
08.02.2020  Jetzt geht es an die Praxis: Die Predigtmeditation.
07.03.2020  Noch einmal Praxis: Die Konzeption der Predigt.
Keine Angst! Keiner muss eine lange Predigt halten. Für den ersten Gehversuch kann eine Kurzpredigt von 20 min Länge schon völlig ausreichend sein.

Ort:
Chemnitz oder Umfeld. Möglich ist die EFG Chemnitz Goetheplatz, kann aber auch woanders sein, wenn dadurch Fahrtwege der Teilnehmer kürzer gehalten werden können.
Leitung: Thomas Riedel.
Teilnehmer:
Schaut euch um, wer aus eurer Gemeinde hier teilnehmen sollte und sprecht die Leute gezielt an.

Ich habe euer Interesse geweckt?
Dann nehmt einfach mit mir Kontakt auf:

Thomas Riedel
09217 Burgstädt
Tel.: 03724/668878
Mail: t.riedel1@gmx.de


 


 

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