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03/2019


Ausstellung HisStory – Wie das Christentum die Welt veränderte!

Ein Bericht der Evangelischen Freien Gemeinde Waldsolms-Kröffelbach

Im Jahr 2017 bewegte uns in der Gemeindeleitung die Frage, ob und wie wir im Jahr 2018 eine evangelistische Veranstaltung durchführen sollten. Wir waren uns sehr schnell einig, eine evangelistische Woche zu planen, aber uns war nicht klar, was wir genau machen sollten.
In dieser Überlegungszeit hörten wir von der Ausstellung „HisStory“, die die Arbeitsgemeinschaft der Brüdergemeinden im Rahmen des Reformationsjahres ausgearbeitet und vorbereitet hat. Wir fanden im Ältestenkreis sehr schnell ein „Ja“ dazu, mit dieser Ausstellung in unserem Ort mit Menschen ins Gespräch über Jesus zu kommen, und sie persönlich zu einer Entscheidung für Jesus einzuladen. Die große Herausforderung für uns als Gemeinde war dabei, selbst die Führungen vorzubereiten und die Gespräche mit unseren Gästen zu führen. Von der Gemeinde wurde diese Idee sehr positiv aufgenommen, und viele Gemeindemitglieder brachten sich mit ihren Gaben voll ein. So starteten wir vom 20. – 28. Oktober 2018 mit „diesem Abenteuer“. Unter anderem erklärte sich auch das Ehepaar Markus und Natascha Zimmermann bereit, Führungen durchzuführen. Hier erzählen sie von ihren Erfahrungen:

Um den Bericht besser nachvollziehen zu können, soll im Folgenden die Ausstellung ein wenig näher beschrieben werden: Die Ausstellung „HisStory – Das Christentum verändert die Welt“ versetzt den Besucher in einen Zeitstrahl, der 2000 Jahre Geschichte zeigt. In vier Abteilungen sind jeweils sechs Schautafeln mit den wichtigsten Ereignissen und Epochen der Kirchengeschichte dargestellt.

Dabei geht es um die frühe Kirche, das Mittelalter, die Reformationszeit und die Neuzeit. Anhand der Schautafeln kann sich der Besucher einen schnellen Überblick über die Geschichte verschaffen, findet allerdings auch detailliertere Erläuterungen zu den Personen und Ereignissen darauf. Dazu gibt es noch ausgewählte Exponate wie antike Gegenstände und Kleidungsstücke, wie Schwerter der Kreuzritter, historische Schriften, die Gutenberg-Druckerpresse, den Pestmantel, das Kettenhemd oder die Mönchskutte. Zudem ist auf 50 Magnetwürfeln jeweils ein Beispiel von positiven Veränderungen angebracht, die veranschaulichen, was sich durch das Christentum in der jeweiligen Epoche positiv veränderte.



 

 

Dabei geht es u.a. um die Schulbildung, die Menschenwürde und die Entwicklungshilfe, die auf den Schautafeln „hervorragen“. In jeder Abteilung gibt es einen Monitor, über den sehr gelungene Zeichentrick- oder Dokumentarfilme gezeigt werden können.

Der Rundgang beginnt mit Jesus und am Ende steht die Frage nach der Zukunft des Christentums. Auch die dunklen Kapitel der Kirchengeschichte wie die Kreuzzüge und die Inquisition werden nicht ausgeblendet.

 

Schon bei dem ersten Treffen für alle Mitarbeiter dieser Ausstellung unserer Gemeinde war klar, dass wir als Ehepaar gemeinsam Führungen anbieten wollten. Dazu gab es viele Informationen und auch relativ umfangreiche Bücher sollten für die Vorbereitungen gelesen werden.

Hilfreich waren auch die ganzen Infos und kleinen Filme, die wir durch Reinhard Lorenz (Organisator dieser Ausstellung von der Arbeitsgemeinschaft der Brüdergemeinden) erhielten. Ebenso war Herr Lorenz an zwei Abenden vor Ort in der Gemeinde und so konnten immer wieder Fragen beantwortet werden und wir erhielten auch eine Menge guter Tipps und Ratschläge.

Es wurde viel gelesen, darunter auch „Wie das Christentum die Welt veränderte“ von Alvin J. Schmidt, versucht das Wichtigste auf Karteikarten zu bringen, um dann wieder zu streichen, da die Vorgabe war, dass die Führung über die 2000-jährige Geschichte des Christentums nicht länger als 40-45 Min. dauern sollte.

Neben den Erzählungen gab es eine sehr umfangreiche Ansammlung von Exponaten, die selbstverständlich auch mit einbezogen werden sollten. Zudem gab es auch noch die oben erwähnten 50 Würfel, die an den Tafeln hingen und auch zur Geschichte und dem Verständnis, beitrugen.



 

Es war beeindruckend, dass diese Veränderungen Grundlage unserer Gesellschaft bilden und es sich lohnt, danach zu schauen, dass Jesus und sein Wort dazu motivierten. Kurzum zu zeigen, wie Jesus durch die Geschichte gewirkt hat. Und dass die Menschen in der Geschichte eines gemeinsam hatten, nämlich den Glauben an den Gott der Bibel und den Glauben an Jesus Christus. So ist das Christentum auch heute lebendig, in unserer Gesellschaft und in vielen Teilen der Welt.


Einer unserer Höhepunkte war, dass sich am vorletzten Tag der Woche Freunde meldeten, dass sie gerne eine Führung mit uns machen würden. Bei bisher allen Einladungen zu christlichen Veranstaltungen, die unsere fast sechsjährige Freundschaft nun beinhalteten, gab es immer wieder Absagen und Erklärungen, warum einer Einladung nicht gefolgt wurde. Eigentlich hatten wir es beide auch schon „ad acta“ gelegt und waren umso überraschter und auch beschämt als die Anfrage per WhatsApp am Morgen kam. Mit einem Gebetsanliegen verbunden schickten wir die Info an die Verantwortlichen für diese Woche weiter, die gerade mit Gemeindemitgliedern dafür gebetet hatten, dass sich mehr Menschen aus dem näheren Umkreis einladen ließen.

Zudem waren die Führungen immer ganz individuell und besonders, da die Besucher in Interaktion mit uns und der Ausstellung traten. Gerade nach den Abendveranstaltungen kristallisierten sich sehr gemischte Gruppen heraus, die große Freude bereiteten. Auch eine Führung mit den Konfirmanden war ein Highlight. Sie waren unsere erste Gruppe und zeigten so viel Interesse und Spaß, dass wir schon nach kurzem immer wieder einen Blick auf die Uhr werfen mussten, da die Zeit wie im Flug verging.


 

Unsere Motivation, Führungen durch diese Ausstellung anzubieten, war, dass die Liebe zu Gott und Seinem Wort Menschen immer wieder verändert hat und dazu motivierte, anderen die Liebe Gottes in Wort und Tat weiterzugeben.

Soweit der Erfahrungsbericht von Markus und Natascha Zimmermann.

Neben diesen Führungen haben wir auch drei dazu geeignete Vorträge angeboten. Professor Dr. Stefan Holthaus sprach zu dem Thema: „Wir brauchen Werte: Was unsere Gesellschaft im Innersten zusammenhält“ und der Evangelist Markus Wäsch über „Ich kann nicht glauben, weil Christen mich enttäuscht haben“ und „Ich kann nicht glauben, weil es so viele Religionen gibt und ich nicht weiß, welche Recht hat“. Diese Vorträge wurden sehr gut besucht.

Immer wieder gab es die Gelegenheit auch im Bistro, mit Gästen ins Gespräch zu kommen und teilweise auch sehr intensiv über deren eigene Glaubenserfahrungen im Leben zu sprechen.

Rückmeldungen auf den Feedbackbögen waren: „übersichtlich, vielfältig”; „tolle

Vorbereitung und Tiefe”; „toll wie Gott dafür sorgt, dass der Glaube sich immer weiterverbreitet”; „Die Würfel haben mich sehr beeindruckt” und „Mit einer Führung ist es nicht getan - ich werde nochmal reinschauen”.


Insgesamt konnten wir in dieser Woche ca. 330 Besucher begrüßen, und für sie Führungen anbieten. Etwas mehr als die Hälfte waren Erwachsene, die übrigen Besucher waren Kindergartenkinder und Grundschüler sowie Jugendliche, Konfirmanden. Die Besucher waren auch sehr interessiert, sich weiter mit den angesprochenen Themen zu beschäftigen, es wurden zahlreiche Bücher zu den Themen der Vorträge und der Ausstellung angefragt und verkauft.

Sehr viel Interesse zeigten die Besucher an der Gutenbergpresse. Nahezu jeder Besucher hat sich einen Psalm 23 gedruckt und mitgenommen. Besonders fasziniert davon waren die Kinder.

Das Fazit für uns als Gemeinde:

Diese Ausstellung war sehr herausfordernd, besonders auch die Vorbereitung für alle, die Führungen durchgeführt haben. Aber wir wurden selbst reich beschenkt.
Faszinierend war es, dass viele ihre Gaben und Fähigkeiten mit eingebracht haben. Gemeinsam konnten wir diese besondere Woche miteinander erleben und sehen, auf welch vielfältige Art und Weise unser Vater im Himmel gewirkt hat. Wir haben erlebt, dass er Menschen anspricht, und wir von ihm gebraucht wurden. Diese Erfahrung wollen wir nicht missen, und hat unsere Beziehung zu ihm gestärkt.

Martin Ebert, Ältester der Gemeinde Waldsolms-Kröffelbach


Mit der Ausstellung HisStory konnten wir bisher 34 Einsätze durchführen. Der 35. Einsatz findet gerade in Neuwied statt und weitere 20 Einsätze sind in Planung. Besonders schön war für mich der Einsatz in letzten Monat an meinem Wohnort in Bergneustadt, bei dem wir über 30 Gruppen und viele Einzelpersonen durch die Ausstellung führen konnten. Die Gemeinde in Ilmenau, wo die Ausstellung im Herbst sein wird, sucht noch Mitarbeiter dafür.

Reinhard Lorenz, Initiator der Ausstellung HisStory

Mitarbeiter mit Leidenschaft für Jesus und atheistische Landsleute gesucht!

Zum Reformationstag 2019 vom 31.10. - 10.11.2019 startet bei uns in der EFG, Güldene Pforte Ilmenau die Erlebnisausstellung History. Wir erwarten etwa 1000 Besucher, davon 800 Schüler. Wir möchten diese in kleinen Gruppen durch die Ausstellung führen, ihnen kreative Betätigung ermöglichen, um etwas Bleibendes mitzunehmen und ihnen Jesus in einer relevanten Weise vorstellen. Für diese drei Bereiche brauchen wir weitere Mitarbeiter für unser Team. Wenn sich in dir da etwas regt und Gott dich dabei haben möchte, dann melde dich bitte bei Erhard Plentz in Ilmenau.


E-Mail: Ankerplentz@gmx.de
https://www.efg-gueldene-pforte.de

 

 


 

Termine zum Vormerken

23.3.2019 Beziehungsstarke Gemeinde - Impulstag NRW

Ort:K3 Kirche Schwelm, Sedanstr. 14
Referenten:Antje und Markus Schäller und das bEHErzt-Team
Info/Anmeldung:www.beherzt.org

 

 

 

30.3.2019 Impulstag Musik in der Gemeinde

Ort:

Christliches Bildungszentrum Erzgebirge (CBE), Hartensteiner Str. 61, 09376 Oelsnitz/Erz.

Leitung:Jürgen Lutter, Kai Müller, Friedemann Volke, Johanna Teubert
Info/Anmeldung:kaimueller69@gmx.de

 

 

 

5.-6.4.2019 ChristusForum 2019 Jahreskonferenz

Ort:Forum Wiedenest, 51702 Bergneustadt-Wiedenest, Eichendorffstr.
Referenten:Markus & Antje Schäller und weitere
Info/Anmeldung:www.agb-online.de/wir-ueber-uns/anmeldung-jv/anmeldung

 

 

 


 

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