AGB aktuell

08/2017


Wie kommt die neue Ausstellung zum Reformationsjubiläum eigentlich an?

 

Anlässlich des Reformationsjubiläums 2017 wurde von der AGB nach der „Bibelausstellung“ und der „Ausstellung über die Weltreligionen“ die neue Ausstellung „HisStory“ konzipiert. Der Arbeitstitel war „500 Jahre Reformation – 2000 Jahre Christentum. Wie das Christentum die Welt verändert hat“. Es geht nicht nur um Reformation, sondern um die gesamte Geschichte der Christenheit.


Es geht darum, aufzuzeigen, wie viel Gutes durch Jesus und durch Menschen, die ihm nachgefolgt sind, in die Welt gekommen ist. Da diese Geschichte in der öffentlichen Wahrnehmung oft reduziert wird auf Kreuzzüge und Inquisition, war es den Initiatoren der Ausstellung wichtig, ein differenziertes Bild zu zeigen. Dabei werden auf 24 Tafeln die wichtigen Epochen der Kirchengeschichte darge-stellt. Selbstverständlich werden auch die dunklen und schwierigen Zeiten in der Geschichte des Christentums nicht verschwiegen.Es lohnt sich, diese Ausstellung anzuschauen, weil deutlich wird:Die Geschichte Europas und des gesamten Abendlandes ist ohne die Geschichte des Christentums undenkbar. Weil es nicht nur um Reformation geht, ist die Ausstellung auch nicht nur im Reformationsjahr, sondern auch darüber hinaus einsetzbar.Nach der Hälfte des Reformationsjahres ist es Zeit, Bilanz zu ziehen und zu fragen, wie die Ausstellung eigentlich ankommt. Die ersten 15 Einsätze liegen bereits hinter uns und mehr als 15 weitere Einsätze sind in Planung.

 

 


 

Erfahrungen mit der Ausstellung HisStory in Bruckmühl

Als wir uns vor zwei Jahren entschieden haben, zum Refor-mationsjubiläum 2017 eine Ausstellung durchzuführen, dachten wir zunächst an die Bibelausstellung. Schließlich lautet eines der zentralen Bekenntnisse Luthers "Sola Scriptura" - allein die Schrift. Als wir jedoch erfuhren, dass eine vollkommen neue Ausstellung in Planung sei, die die 2000 Jahre Kirchengeschichte zum Thema hat, haben wir umgebucht, bevor überhaupt das Konzept dieser Ausstellung feststand, geschweige denn, dass schon konkrete Informationen darüber verfügbar gewesen wären.
Jetzt, nachdem die Ausstellung durchgeführt wurde, sind wir froh, so entschieden zu haben.


Warum?
Weil wir in einer Zeit leben, in der der Glaube sehr schnell in eine negative Ecke gestellt wird. Dabei lebt unser Land und unsere Gesellschaft, ja ganz Europa ganz selbstverständlich mit den Errungenschaften, die vielfach von Menschen auf den Weg gebracht wurden, die zutiefst von diesem Jesus Christus überzeugt waren, sein Reden und Handeln ernst genommen und ihr Leben ihm anvertraut haben.

 

Mit dieser Ausstellung wurde nicht nur den Besuchern, sondern auch uns als Veranstalter ganz neu die positiv verändernde Kraft des Evangeliums vor Augen geführt.

Vielen der Besucher erging es daher wie uns, sie waren erstaunt und zum Teil echt tief berührt von dem Reichtum, den uns Jesus Christus durch sein Evangelium gebracht hat. Selbst als Christ hat man vielfach keine Ahnung, welchen Segen, welchen kulturellen Reichtum oder welche der vielen sozialen Errungenschaften wir durch das Evangelium genießen dürfen.

Wir leben hier und heute ganz selbstverständlich in einem christlich geprägten Land. Doch viele Menschen wissen nicht mehr um dieses Fundament. Christus ist das Fundament des christlichen Glaubens. Ohne ihn geht es nicht – auch in Zukunft, wenn wir das behalten und bewahren wollen, was an Wertvollem da ist! Das ist letztlich die zentrale Botschaft der Ausstellung.

Neben der Ausstellung fanden gut besuchte Themenabende statt, für die Andreas Schmidt als Referent gewonnen werden konnte.
Als Höhepunkte zum Abschluss wurde zum „Weißwustfrühstück“ am letzten Ausstellungssonntag eingeladen. Das Motto war: „Weißwurstfrühstück mit Bruckmühler Thesenanschlag“. Dazu waren gut 70 Personen gekommen, von denen mehr als die Hälfte Ausstellungsbesucher waren.


Welches Fazit lässt sich ziehen?
Zwar fand die Ausstellung nicht die Besucherresonanz, die wir uns erhofft hatten. Jedoch hatten wir eine höhere und intensivere „Qualität“ in den Gesprächen mit den Besuchern. So konnte im Anschluss an die Ausstellung ein Alphakurs gestartet werden, zu dem sich auch einige der Besucher einladen ließen. Das ist bei all den vorher gelaufenen Ausstellungen und Aktionen, die alle wesentlich höhere Besucherzahlen hatten, nicht gelungen.

Leider konnten kaum Schüler durch die Ausstellung geführt werden.
Der Hauptgrund lag vermutlich darin, dass bei der Terminplanung der Start der Prüfungszeiten (Abitur, mittlere Reife) nicht bedacht wurde. Allerding mussten wir auch erkennen, dass wir „kleingläubig“ waren. Wir hatten bewusst keine Grundschulen beworben, da wir dachten, dass das Konzept der Ausstellung nicht für diese Altersgruppe geeignet sei. Und doch hat sich eine Grundschule angemeldet, kam mit 70 Kindern und alle waren begeistert. Das Evangelium ist einfach für alle!

Das Evangelium weiterzugeben ist einfach eine großartige Sache und erfüllt mit großer Freude. Von daher wird es nicht das letzte Mal gewesen sein, dass wir so eine Aktion durch-geführt haben.

Jürgen Walter,
Ältester der EFG Bruckmühl


 

Das Christentum verändert die Welt

Vom 10.-20.6.2017 zeigte die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Remscheid-Lüttring-hausen in ihrem Gemeindehaus die interaktive Ausstellung „HISSTORY“.
Dazu wurde der Gemeindesaal vollkommen umgestaltet, sodass sich Geschwister und Besucher
bei den zwischenzeitlichen Gottesdiensten und Vorträgen in einer ganz anderen Umgebung
wiederfanden.
25 Ausstellungsdisplays, bunt und modern gestaltet, Themenwürfel zum Spielen und Rätseln, Exponate zum Anfassen und Erforschen – von der Mönchskutte bis zum Kreuz-ritterschwert – luden Erwachsene und Kinder zum Mitdenken und Mitmachen ein.

Auf der Gutenberg-Druckerpresse konnte fast jeder Besucher unter Anleitung selber den Psalm 23 drucken und mitnehmen. Was vor allem von einer älteren Kindergartengruppe und von Schulklassen genutzt wurde.

Bei der Ausstellung ging es um die Geschichte und die verändernde Kraft des christlichen Glaubens.
In der öffentlichen Wahrnehmung oft reduziert auf Kreuzzüge und Inquisition, bot dagegen die Ausstellung differenzierte und objektive Informationen. Anhand der chronologisch angeordneten Ausstellungsdisplays bekamen die Besucher durch Kurztexte einen schnellen Überblick über die Geschichte. Personen wie Martin Luther, Paulus oder August-Hermann Francke lernte man hier näher kennen. Historische Ereignisse wie die Christenverfolgung oder Luthers Thesenanschlag wurden verständlich erklärt.

 

Am Sonntag und am Donnerstag gab es jeweils um 10.30 Uhr einen spannenden Einstieg ins Thema. Am Sonntag, den 11.6.17, predigte Andreas Schmidt, Referent der Gemeinde Limbach-Oberfrohna und Mitarbeiter der AGB, zum Thema " Wie das Christentum die Welt veränderte ".

Am Donnerstag referierte Michael Kotsch, Fachbereichsleiter Kirchengeschichte der Bibelschule Brake, zum Thema "Luthers Erben - Pietismus und Erweckung".

Weitere informative Vorträge wurden durch Ralf Kaemper zum Thema "Religion und Weltfrieden" und Michael Kotsch zum Thema "Was Christen von Martin Luther lernen können" gehalten.
Hinzu kam noch eine Predigt von Wolfgang Klippert, Dozent für Kirchen- und Missionsgeschichte an der BTA Wiedenest, zum Thema "Salz der Erde, Licht der Welt – was Christen dieser Welt bringen können ".

 

 

 

Ausgerüstet mit all diesen Möglichkeiten und einer umfassenden Werbung (sowohl in der Presse, als auch durch die überdimensionalen Banner am Gemeindehaus und die Einladungsflyer und Plakate ) waren wir gespannt, wie die Ausstellung und Vorträge angenommen werden. Mit ein paar Wochen Abstand können wir nun folgendes Fazit ziehen:
Insgesamt sind wir sehr dankbar! Mutmachend war der große Besuch durch Jugendgruppen der Gemeinde und umliegender Gemeinden sowie Schulklassen von Grundschulen und dem Gymnasium.

Wenn auch relativ wenige Einzelbesucher registriert wurden, war es doch schön, dass einige Lüttring-hausener Mitbürger bereit waren, einige Zeit zu investieren, um die Fülle des angebotenen Materials zu studieren.

Bei Kaffee und Kuchen gab es mehrmals Gelegenheit für weitere Gespräche über den christlichen
Glauben. Die zwischenzeitlich erfolgten Vorträge gaben zusätzlich Grund für Nachfragen und Diskussionen.

Zusätzlich hilfreich waren die Inhalte der Ausstellung für einige frisch bekehrte Christen, die kurz vorher bei einer in der Gemeinde stattgefundenen Evangelisation mit Prof. Dr. Werner Gitt zum Glauben gekommen waren. Viele Fragen konnten beantwortet und damit der junge Glaube gefestigt werden.

Neben der hilfreichen Begleitung durch Andreas Schmidt gilt unser Dank als Gemeinde vor allem den Geschwistern, die sehr viel Zeit und Kraft in die Ausstellung investiert,
Urlaub genommen, Gäste einge-laden, bei Führungen geholfen, für Verpflegung gesorgt, den Auf- und Abbau bewerkstelligt und durch ihre Gebete zum Erfolg der Ausstellung beigetragen haben.

Friedhelm Wilms,
Ältester der EFG RS-Lüttringhausen


 

Die EFG Altena-Dahle hatte in Zusammenarbeit mit den Gemeinden Altena-Evingsen und
Altena (Stadtmitte) die Möglichkeit, die Bibelausstellung vom 25. Juni bis 9. Juli 2017 in einem großen ehemaligen Ladenlokal mitten in der Fußgängerzone von Altena auszurichten.



Detlev Peschen schreibt dazu:
„Eine sehr beeindruckende und bewegende Zeit liegt nun hinter uns…


Mehr als 600 Personen haben an Führungen teilgenommen und mindestens weitere 200 Mitbürger haben die Bibelausstellung auf eigene Faust erkundet. Knapp 250 Kinder (Schulklassen und Jungschar-gruppen) haben eine Führung erhalten - einige Führer kamen bei der munteren „Meute“ echt ins Schwitzen.


Zwölf Mitarbeiter haben daran mitgewirkt, dass nicht nur die Einzigartigkeit der Bibel vermittelt wurde, sondern dass wir das größte Geschenk an uns Menschen auch persönlich anbieten durften!
Die Reaktionen waren sehr vielfältig und die teilweise verwunderten Augen der Zuhörer haben uns beschenkt.


Drei Gemeinden haben sich auf das eingestellt, was wir im Himmel erwarten dürfen - eine Gemeinde - ein Leib!! Mehr als 60 Mitarbeiter (inkl. Deko, Café, Kinderbetreuung, Reinigung und Technik) haben sich engagiert. Deshalb ein großes Lob an alle, die zu zwei faszinierenden Wochen im Stadtkern in Altena beigetragen haben! Es hat richtig Spaß gemacht mit einem solchen bunten „Dream-Team“ zu arbeiten! So etwas kann sich nur der Schöpfer einfallen lassen - IHM sei Dank und Ihm gebührt die Ehre!!!“


Detlev Peschen,
Ältester der EFG Altena-Dahle


 

Ältere Ausgaben

Ältere Ausgaben von AGB aktuell können im Download-Archiv als PDF heruntergeladen werden.

Zu den Downloads