Beschreibung der Ausstellung Weltreligionen

Die Ausstellung Weltreligionen trägt dem Interesse vieler Menschen in unserer multikulturellen und multireligiösen Gesellschaft Rechnung, mehr über die verschiedenen Religionen zu erfahren. Sie hat das Ziel, dass Christen mit Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und religiösen Hintergründen über die Fragen nach Religion und Glauben ins Gespräch kommen. Es ist eine gute Möglichkeit, verschiedene religiöse Einstellungen verstehen zu lernen und die eigene Glaubensüberzeugung verständlich zu machen.

In einem Rundgang durch 13 Abteilungen werden die großen Weltreligionen (Animismus, Hinduismus, Buddhismus, Shintoismus, Konfuzianismus, Taoismus, Esoterik, Judentum, Christentum, Islam und Säkularismus) präsentiert, Hintergründe erklärt und Fragen zu den Religionen diskutiert. Die beiden ersten Abteilungen („Religion – ein weltweites Phänomen“ und „Religionen im Überblick“) stellen den Zusammenhang her und stellen die Frage, weshalb Menschen religiös sind. Die beiden letzten Abteilungen behandeln dann die Frage, ob alle Religionen wirklich dasselbe wollen und was den Unterschied zwischen Religion und dem christlichen Glauben ausmacht.
Jede Abteilung besteht aus einem professionellen Messestand mit Alu-Displays.
Auf den Schautafeln wird die Information zu den Religionen in Bild und Text erklärt.
Auf den in den Stand integrierten Ausstellungstischen werden viele dazu gehörige Exponate ausgestellt.

Abteilung 1: Religion - ein weltweites Phänomen

Religion ist keine Randerscheinung der modernen Gesellschaft, sondern immer wieder ein zentrales Thema. In dem Maße, wie der christliche Glaube an Einfluss verliert, kommen andere Religionen an seine Stelle: Esoterischer Gesundheitswahn, Begeisterung für den Buddhismus oder der Islam als neue politische Kraft.

Religion kommt überall vor, motiviert Engel der Nächstenliebe und Teufel des Terrors, verschenkt sich selbst oder verkauft das Heil, ist verfolgt oder mächtig, einflussreich oder unbedeutend – aber präsent in allen Gesellschaften dieser Erde. Deshalb lässt sich eine Gesellschaft nicht verstehen, ohne Religionen zu kennen.
Die Ausstellung über Weltreligionen will deshalb die Vielfalt der Religionen darstellen, auch wenn sie nur eine Auswahl zeigen kann. Sie lädt ein zum Gespräch, um zu entdecken, was das Leben ausmacht und ob es hinter allen Überlegungen der Menschen tatsächlich einen persönlichen Gott gibt. Das Ziel der Ausstellung ist es, respektvoll und fair die großen Weltreligionen vorzustellen und zu erklären, warum überzeugte Christen angesichts der religiösen Vielfalt an Jesus Christus als den Weg zu Gott glauben.

Zunächst stellen wir fest, dass Religion ein weltweites Phänomen ist. Auf der Weltkarte der Religionen auf der mittleren Schautafel sehen wir, welche Religionen wo vorherrschend sind und dass es kein Land gibt, in dem nicht irgendeine Religion zu finden ist. In den meisten Ländern, wo es Religionsfreiheit gibt, konkurrieren verschiedene Religionen miteinander.
Auf der Schautafel links wird dargestellt, wie viele Anhänger weltweit zu den jeweiligen Religionen gehören. Die größten Weltreligionen sind Christentum, Islam, Hinduismus, Animismus, Buddhismus und das Judentum. Dazu kommen säkulare Weltanschauungen, die auch religiöse Züge tragen können. 

In der Schautafel rechts ist die Aufteilung der Religionen in Deutschland dargestellt. Hier sind drei große Gruppen erkennbar:
33,5 % der deutschen Bevölkerung sind Protestanten (inkl. evangelischer Freikirchen und Sondergruppen), 32,5 % sind Katholiken. Mit 28 % sind konfessionslose Menschen die drittgrößte Gruppe. Sie sind säkularisiert, sympathisieren jedoch auch oft mit Lehren anderer Religionen. Unter den sog. „Minderheiten“ sind Muslime mit 3,9 % die größte Gruppe. Besucher der Ausstellung können sich an dieser Stelle selbst zuordnen.

Exponate:

Leuchtglobus
Regenmacher – ein Instrument aus animistischen Kulturen in Afrika, das dazu benutzt wird, um Regen zu erflehen
Didgeridoo - ein traditionelles Musikinstrument der nordaustralischen Aborigines, womit ihre religiösen Geschichten erzählt werden
Table-Piano – ein afrikanisches Saiten-Musikinstrument, das nur aus Gras und Bambus hergestellt ist. Bei religiösen Festen dient es als Musik- und  Rhythmusinstrument.
Holzschnitzarbeit (Kopf einer afrikanischen Frau)
Bücher: u.a. „Atlas der Weltreligionen“ und „Atlas der religiösen Landkarte in Deutschland“

Abteilung 2: Religionen im Überblick

In dieser Abteilung stellen wir die Frage, weshalb Menschen auf der ganzen Welt religiös sind und woher Religionen kommen. Es muss einen Grund haben, weshalb Menschen „unheilbar religiös“ sind, wie das jemand bezeichnet hat.

Dazu ist es zunächst nötig zu klären, was eine Religion ist.
Die Definition, mit der wir in dieser Ausstellung arbeiten, besagt, dass eine Religion aus einer Reihe von Überzeugungen besteht, die Antworten auf die letzten Fragen geben: Worin besteht die letzte Wirklichkeit? Worin besteht das Wesen der Welt? Was ist das Wesen der Menschheit? Worin besteht das Hauptproblem der Menschheit? Was geschieht nach dem Tod? Wir wollen unser Leben verstehen und deshalb stellen wir Fragen, die über unsere sichtbare Existenz hinaus gehen. Die verschiedenen Religionen geben Antworten auf die Grundfragen des Lebens. Dieselben Fragen, die alle Menschen haben, werden in den Religionen unterschiedlich beantwortet. Unabhängig davon, welche Antworten Menschen in ihrer Religion gefunden haben, hierin sitzen wir alle im selben Boot: Wir brauchen Antworten, die uns helfen, unser Leben zu verstehen. Eine solche Definition bedeutet, dass zu einer Religion nicht unbedingt ein Glaube an Gott, bestimmte Rituale oder Geistliche und Priester gehören. Zum Beispiel kann man den Säkularismus und Marxismus als Religion bezeichnen, insofern sie letzte Fragen beantworten. Jedoch lässt sich in allen traditionellen Religionen ein Name für einen Schöpfergott nachweisen, auch wenn dieser in der religiösen Praxis nicht mehr vorkommt.

Woher kommen die Religionen? Das religiöse Verlangen unterscheidet uns vom Rest der Schöpfung. Nur Menschen haben das Bedürfnis, mit dem so genannten Letzten in Verbindung zu treten, das Bedürfnis, eine Grundlage für Sinn und Hoffnung zu haben, die über unsere alltägliche Existenz hinausgeht. Unsere säkulare Kultur hat versucht, den geistlichen Hunger abzustreiten, doch das Bedürfnis, nach dem Göttlichen zu suchen, bleibt bestehen. Ein Kind hört nicht auf zu weinen, wenn wir darauf hinweisen, dass kein Brot da ist. Wie ein Baby sich nach Milch sehnt und es Milch gibt, so sehnen wir uns nach etwas, was jenseits von uns ist.

Auf der linken Tafel
haben wir eine zeitliche Übersicht, um zu erkennen, ab wann es die einzelnen Religionen gibt. Hiernach sind der Animismus, der Hinduismus und das Judentum die ältesten Religionen. Etliche Religionen, wie der Buddhismus, Konfuzianismus und der Taoismus sind in der sog. Achsenzeit um 500 vor Christus entstanden. Das Christentum und der Islam sind deutlich später entstanden. Dazu kommen neuzeitliche Phänomene, wie Säkularismus und Esoterik. 

Auf der rechten Tafel
geht es um Überlegungen zur Entwicklung der Religionen. Für die Entstehung und Entwicklung der Religionen nennt die Wissenschaft zwei große Lösungsansätze:
A) Religiöse Evolution - Die Evolutionstheorie beschreibt die Entwicklung des Lebens von einfachsten Ursprüngen zum hochkomplexen Wesen, dem Menschen. Auch Religion wird gern mit diesem Schema erklärt - von einfachsten Ursprüngen zu hochkomplexen Systemen. Die Zielrichtung dieser Entwicklung geben die höher entwickelten Kulturen vor: Monotheismus, am Ende sogar Atheismus.
B) Religiöse Dekadenz - Die Dekadenztheorie steht einer religiösen Evolution entgegen. Hier wird genau umgekehrt gedacht: am Anfang war der Monotheismus, der sich dann über den Polytheismus zum Animismus entwickelte.

Exponate:

Trommel mit Schläger, Handtrommel und Handrasseln
Flechtkorb
Teller
Afrikanischer Haarkamm
Windwedel aus Tierhaar u.a.

Abteilung 3: Animismus

Der Begriff „Animismus“ stammt von dem lateinischen Wort „Anima“ ab, das Seele oder Atem bedeutet. Animismus ist eine Religion, die glaubt, dass die Welt von geistlichen Kräften - sowohl persönlichen als auch unpersönlichen - durchdrungen ist, so dass Gegenstände eine geistliche Bedeutung und Ereignisse geistliche Ursachen haben. Wenn demnach ein Unfall passiert oder jemand krank ist, stehen dahinter geistliche Gründe, die in Betracht gezogen werden müssen, sonst kann die Ursache hinter dem Unfall oder der Krankheit nicht wirklich verstanden und auch keine Abhilfe geschaffen werden.

Der Animismus basiert auf einer Seelenvorstellung, in der die Seele in gewisser Unabhängigkeit vom Menschen existiert und ihn verlassen kann. So bestimmen Ahnen, Geister und gottähnliche Wesen Wohl und Existenz des Menschen. Geister, z.B. Geister von Verstorbenen und böse Geister, spielen eine große Rolle. Sie müssen besänftigt werden oder durch üble Gerüche vertrieben werden. Sie können schwere Krankheiten verursachen; wenn sie in Gestalt von Steinen oder Holz in den Körper eindringen, wirken sie tödlich. Am mächtigsten sind die Geister Erschlagener (bauwabe). Opfert jemand dem Geist eines Erschlagenen, dann erscheint ihm dieser im Traum und verspricht ihm Erfolg und Hilfe. Ist jemand mit seiner Familie ein Feind des Erschlagenen, bedeutet das Erscheinen des Geistes Unheil. 

Totems - Tiere, Bäume, Pflanzen, Gegenstände oder Naturphänomene - schaffen die Verbindung zu den Geistern. Mana bezeichnet eine Art Lebenskraft. Die Menge an Lebenskraft, die ein Mensch besitzt, bestimmt sein Leben. Mana wohnt in Dingen, Wesen und kann genutzt werden, wie auch verloren gehen. Es ist Medizin gegen Krankheit, Unglück, Armut, Liebeskummer, Katastrophen, Verwünschungen usw. Medizinmänner, Schamanen, Zauberer, Wahrsager halten die Verbindung zur Geisterwelt. Rituale, Medizin, Amulette, der Kontakt zu Geistern und Ahnen und das Halten von Tabus vermitteln Mana.

Die Gottesvorstellung des Animismus wird auf der rechten Schautafel dargestellt.Geister und Götter sind in die Menschenwelt integriert. Ihre Gesetze entsprechen traditionellen Sitten und Gebräuchen eines Stammes. „Gott“ ist nur bedingt eine Person, ohne Distanz zur irdischen Welt. Er ist Naturphänomen, ehemaliger Mensch, Blitz, Donner, Kraft, die Leben gibt, guter oder böser Geist, je nach Eigenart und Lust, aber kein echtes Gegenüber. Die Götter sind willkürliche Götter, die unberechenbar Schaden zufügen können. Andererseits kann man sie „zähmen“, indem man bestimmte Tabus beachtet oder Rituale einhält. Sie müssen sich dann an die Wirkung dieser Rituale halten. Das Schicksal ist für den Menschen so zum einen unberechenbar, zum anderen aber manipulierbar. Der Mensch versucht, die Götter zu dirigieren.

Obwohl genaue Zahlen nur schwer zu ermitteln sind, schätzt man, dass mindestens 40% der Weltbevölkerung animistisch geprägt ist. Animismus ist sowohl in den „Stammesreligionen“, die 17% der Weltbevölkerung ausmachen, als auch in anderen Weltreligionen zu finden. Auch aufgeklärte Menschen praktizieren Animismus, wenn sie sich Talismane ins Auto hängen oder, wie der 1.FC Köln, einen Geißbock als Maskottchen mit sich führen.

Exponate:

Ahnenfigur
Schale Lebensmittel als Nahrung für Ahnen
Ujamaa – Figur aus Afrika – ein ineinander verschlungener Ahnen-Stammbaum, der deutlich macht, dass verstorbene Verwandte und vorhergegangene Generationen die Grundlage für gegenwärtiges Leben bilden.
Trinkflaschen der Massai für Männer und Frauen, aus der sie Blut als Mana zu sich nehmen.
Amulettkette
Maskottchen und Talismane wie der Geißbock vom 1.FC Köln.

Abteilung 4: Hinduismus

Der Hinduismus entstand um 1.500 v.Chr. in Indien. Mit über 770 Millionen Gläubigen ist der Hinduismus die drittgrößte Weltreligion und untrennbar mit dem Land Indien verbunden. Daher kommt auch der Name. Ursprünglich bedeutete es „Die Indus-Leute“. Außerhalb der Landesgrenzen Indiens ist er vor allem in Nepal als Staatsreligion zu finden. Hindus verstehen den Hinduismus als ewige Religion. Seinen Ursprung hat er in Ideen und Weisheiten, die alte indische Seher ihren Schülern übermittelt haben.

Zunächst waren die Rituale (Magische Riten, Götterverehrung, Opfer und Askese) so einfach, dass sie vom Familienoberhaupt durchgeführt werden konnten. Später wurden sie immer komplexer, so dass es erforderlich wurde, eine Priesterklasse zu schaffen.
Die frühesten Schriften, die Veden, wurden als Anweisung für die Priester geschrieben. Zwischen 800 und 300 v.Chr. wurden die Upanishaden geschrieben. Sie erläutern den Gedanken, dass hinter den vielen Göttern eine einzige Wirklichkeit steht, die Brahman genannt wird.
Brahman gilt als das ewig unveränderliche Absolute. Hindus glauben, dass er das Universum als Teil seiner selbst erschaffen hat und unaufhörlich alles Leben in einem großen Kreislauf bildet.
Atman - das unzerstörbare ewige Selbst jedes Einzelwesens - soll als Lebensziel wieder in Brahman eingehen. Wie die Luft in einem offenen Glas identisch ist mit der Luft, die das Glas umgibt, so ist unser innerstes Wesen mit dem innersten Wesen von Brahman identisch.

Alle Hindu-Götter - es werden bis zu 330 Millionen Götter geschätzt - gelten als von Brahman erschaffen. Die drei größten Hindu-Götter sind Brahma (der Welt-Schöpfer), Vishnu (der Welt-Erhalter) und Shiva (der Welt-Zerstörer).
Ähnlich wie im Animismus waren die Götter der ersten Zeit identisch mit Naturphänomenen (Blitz und Donner, Sonne, Feuer usw.). Sie repräsentierten das Schicksal. Der Mensch lebt – ausgeliefert – in einer kosmischen Ordnung, deren Gesetze keine Rücksicht kennen. Wer überleben will, muss sich fügen. Der Mensch gestaltet die Ordnung aktiv, z.B. durch Tieropfer und magische Sprüche, mit. Eine Besonderheit in der hinduistischen Gottesvorstellung stellt Krishna - eine Herabkunft des Gottes Vishnu - dar, der als persönlicher Gott verehrt wird. Sein großes Thema ist „Bhakti“, d.h. die Liebe Gottes zu den Menschen und die Liebe der Menschen zu Gott.

Glaubensgrundlagen (linke Tafel)
Karma - das Gesetz von Ursache und Wirkung - ist oberster Glaubensgrundsatz des Hinduismus. Qualität und Charakter des nächsten Lebens hängen demnach von den Taten des gegenwärtigen Lebens ab. Das Karma entscheidet, ob man als Mensch, Tier oder Pflanze - und ebenso in welcher Kaste - wiedergeboren wird. Kein Hindu kann zu Lebzeiten seine Kastenzugehörigkeit verändern. Es gibt vier große und über 3000 Sub-Kasten. Zu den großen Kasten gehören die Priester-, Krieger-, Bauern- und Arbeiterkaste. Bekannt ist auch die Kaste der Unberührbaren - sie führen ein erbärmliches Leben und üben „unreine“ Berufe aus. Das Samsara ist der unaufhörliche Kreislauf von Geburt und Wiedergeburt (Reinkarnation). Das Ziel allen Lebens ist Moksha - die Befreiung aus diesem Kreislauf, der mit einer ständigen Furcht vor dem Absturz in die Geisterwelt verbunden ist. Mahatma Gandhi nennt sechs wichtige Merkmale des Hinduismus: 1. Die heiligen Hindu-Schriften; 2. Der Glaube, dass Gottheiten vom Himmel herabgestiegen und zu den Menschen gekommen sind; 3. Die Wiedergeburt des Menschen (Reinkarnation); 4. Das Kastenwesen in einem nicht diskriminierenden Sinn; 5. Die heilige Kuh; 6. Die Verehrung von heiligen Bildern.

Exponate:

Opferschale - diese kann man mit Früchten, wie einer Kokosnuss, mit einer Haarlocke und echten Blumen ausstatten• Opferglocke aus Bronze - die während des Opfers geläutet wird
Götter-Skulpturen - Tanzender Gott Shiva im Flammenkranz und andere Statuen
Götterbilder – gebräuchlicher noch als Statuen sind die bunten Bilder z.B. des Elefantengottes Ganesha und Parvati, der Personifizierung der Berge.
Shiva Linga - ein Phallus-Symbol, mit dem Hindus um Kindersegen bitten
Farbpulver gelb oder rot. Hiermit werden die Bilder besprengt und es wird nach dem Opfer an die Stirn angebracht.
Meeresschnecke Shangkha, die Stimme Shivas. Diese wird als Musikinstrument bei bestimmten Pujas (Sammelbegriff für alle Anbetungsrituale) verwandt.
Upanishaden (orangefarbenes Buch) – Upanishad bedeutet „nahe dabei sitzen”, so wie ein Schüler zu Füßen seines Lehrers (Gurus) sitzt, der ihm sein Wissen vermittelt.
Shri Satyanarayan Wratkotha (gelbes Heft) – beinhaltet die Fastengeschichten des heiligen Satyanarayan. Satyanarayan heißt „wahrer, allmächtiger Gott“. Dieses Heft ist unter den Hindus in Nepal weit verbreitet und gibt Anleitungen zu Opferritualen.
Orange und gelbe Tücher – werden als Kleidung/Umhang am Körper getragen
Janai, der heilige Faden der Hindus, wird von den Kasten der Brahmanen, Kshettriyas und Baisyas – nicht von der Kaste der Unberührbaren - getragen. 

Abteilung 5: Buddhismus

Der Buddhismus wurde im 6. Jahrhundert vor Christus von Siddharta Gautama gegründet. Siddharta Gautama wurde um 560 v. Chr. in einer königlichen Hindu-Familie im heutigen Nepal geboren. Im Alter von 29 Jahren stand ihm das unausweichliche Schicksal des Menschen erstmals vor Augen. Er ließ seinen Wohlstand hinter sich, um Antworten auf die Fragen nach Krankheit, Leid und Tod zu finden. Nach Jahren der Askese, so heißt es, habe er Erleuchtung in einer Meditation gefunden und sei zum Buddha (= Erleuchteter) geworden.

Der Buddhismus ist sowohl historisch als auch inhaltlich eng mit der philosophischen Richtung des Hinduismus, den Upanishaden, verbunden. Auch er kennt das Prinzip des Karma (das Gesetz von Ursache und Wirkung) und der Reinkarnation (Wiedergeburt).
Die Unterscheidung liegt vor allem in der Ablehnung der Ordnung. Der Weg der Erlösung ist nicht das Leben nach einer Ordnung, in die man hineingeboren wird, sondern das Befolgen einer Lehre, die man hört und für die man sich entscheiden kann.
Spirituelles Ziel des Buddhismus ist die Befreiung von ständigen Wiedergeburten durch das Eingehen in das Nirvana. Es gilt als Ende allen Begehrens und somit als Ende von erfahrbarem Leid.

Glaubensgrundlagen (linke Tafel)
Als Kern von Gautamas Verkündigung werden „Die vier edlen Wahrheiten“ gelehrt:
1. Immer wiederkehrendes Leid ist eine Tatsache. Leben besteht aus Leid (dukkha).
2. Leid entsteht durch Verlangen. Wir leiden, weil wir Dinge begehren, die unbeständig sind.
3. Man kann sich selbst vom Leiden befreien, wenn man alles Begehren überwindet.
4. Ein Mensch kann dieses Verlangen überwinden, indem er dem Achtfachen Pfad folgt: Rechte Anschauung und Gesinnung; untadelige Rede; rechtes Handeln und Leben; gleichgewichtiges Streben; unablässiges Denken und ganzheitliche Einswerdung.
Das Resultat dieses Pfades ist die buddhistische Ethik. Für Laien wird diese Ethik in fünf Regeln zusammengefasst: Keine Gewalt gegenüber Lebewesen; Verzicht auf das, was man nicht erhält; keine sexuelle Beziehung aufgrund von Begierde; Wahrhaftigkeit; kein Drogenkonsum.
Buddhisten unterscheiden zwischen Mönchen und Laien. Armut, Zölibat und Friedfertigkeit sind Ideale des Mönchslebens. Laien dienen den Mönchen und sollen so ein besseres Karma erhalten.
Im tibetischen Buddhismus gilt der spirituelle Meister (Lama) als Inkarnation früherer Lamas, wie z.Z. der Dalai Lama. Der Zen-Buddhismus, der sich im Westen großer Beliebtheit erfreut, strebt nach Bewusstseinsbefreiung durch Meditation.

Die Gottesvorstellung (rechte Tafel)
Im Buddhismus gibt es keine Vorstellung von einem höheren Wesen oder Gott. Trotzdem verehren einige Buddha als Gott. Sich selbst und alles andere als Illusion zu erkennen, ist das höchste Ziel.

Exponate:

Buddha Statue – in vielen Häusern von Buddhisten finden sich große und prunkvolle Bildnisse und Statuen von Buddha, die normalerweise täglich angebetet werden
Gebetsfahnen – sieht man häufig bei buddhistischen Tempeln, Stupas (heiligen Reliquienschreinen) und an Privathäusern. Die diversen Farben haben unterschiedliche Bedeutung, z.B. steht blau für Frieden. Die Fahnen bringen Glück, bewahren vor bösen Geistern und Dämonen
Om – eine Silbe in Sanskrit, die bei Buddhisten und Hindus als heilig gilt und zur Meditation benutzt wird. Om ist sowohl ein Symbol der Form als auch des Klanges und bezeichnet die Gegenwart des Absoluten

Gebetsmühle und Gebetskette - auf Nepali „Jap“ (sprich „Dschap”). Jap ist das gemurmelte Wiederholen von Mantras, religiöser Formeln oder des Namens einer Gottheit. Ein Mantra - ein Wort, ein Klang oder eine Silbe zur Wiederholung bei Meditation und Anbetung, bedeutet wörtlich „befreiender Gedanke”. Zur Wiederholung eines Mantras dient auch die Gebetskette. Der Gläubige wiederholt immer wieder die heiligen Silben Om Mani Padme Hum und zählt jedesmal eine der insgesamt 108 Holzperlen ab. 
Heilige Schriften in tibetischer Sprache (grüne und orangefarbene Hefte). Inhaltlich handelt es sich um Mantras, die beim Meditieren wiederholt werden.
Duftende Räucherstäbchen (nepalesisch: Arghabatti) werden sowohl von Buddhisten als auch von Hindus zur alltäglichen Anbetung benutzt und vor ihren Bildnissen aufgestellt.
Meditative Klangschale und Schellen. 

Abteilung 6: Fernöstliche Religionen


Der Konfuzianismus
(mittlere Tafel)
ist keine Religion im herkömmlichen Sinn. Es handelt sich vielmehr um ein religiöses Glaubenssystem, das die Werte der meisten Menschen in Südostasien prägt, vor allem in China, Japan, Korea und Vietnam. Viele halten die konfuzianische Arbeitsethik für die Grundlage des erstaunlich raschen Wirtschaftswachstums in Ostasien. 

Konfuzius lebte 551-479 v. Chr. Er lehrte die „wahre Menschlichkeit“ (Jen). Jen ist die Grundlage für Harmonie. Harmonisches Leben muss auf die Verwirklichung des Jen gegründet sein. Jen ist die grundlegende menschliche Eigenschaft, die ursprünglich gut ist. Jen ist der moralische „Auftrag vom Himmel“. Der Auftrag vom Himmel bezieht sich nicht auf einen göttlichen Auftrag, sondern auf das Naturgesetz oder die moralische Ordnung innerhalb der Dinge.
Gottesvorstellung: Vor der Zeit des Konfuzius sprach man von Gott als einem persönlichen Wesen und nannte ihn Ti oder Shang-Ti. Konfuzius jedoch sprach von der letzten Wirklichkeit als T-ein, was die weniger persönliche Bedeutung von Himmel hat.

Der Shintoismus (linke Tafel)
Die traditionelle japanische Religion, der Shintoismus oder „kaminomichi“, bedeutet „der Weg der Götter“. Sie äußert sich in der Verehrung der acht Millionen Götter („Kami“). Die Kami sind Götter oder geistliche Mächte, die den Menschen helfen oder sie behindern können. Um den Kami näher zu kommen, sind heilige Stätten der Reinheit erforderlich. Shinto-Schreine werden abseits errichtet. Vor dem Betreten muss man sich erst mit Wasser reinigen, z.B. durch stundenlanges Stehen unter einem eiskalten Wasserfall. Örtliche Schamanen sprechen als religiöse Amtsträger für die Kami. Mit Hilfe überlieferter heiliger Tänze und Musik, die von jungen Mädchen ausgeführt werden, rufen sie die Kami-Götter herbei. Ein Großteil der traditionellen japanischen Kunst kann auf diese Praktiken zurückgeführt werden. Der Schintoismus tritt für die moralischen Werte der Treue und Pflicht gegenüber der Familie oder der Sippe ein.

Der Taoismus (rechte Tafel)
Es ist wichtig, die Grundsätze des Taoismus zu verstehen, weil sie den eigentlichen Kern der asiatischen Kulturen bilden. Lao-Tse, was „alter Meister“ bedeutet, war ein Zeitgenosse des Konfuzius. Er lehrte, dass keine Harmonie entsteht, wenn den Menschen Gesetze aufgezwungen werden. Er war der Meinung, dass Harmonie im Tao („dau“ ausgesprochen) und im „wu-wei“, dem Grundsatz der ziellosen Untätigkeit, gefunden wird. Die einzige Tätigkeit sollte darin bestehen, sich nach dem natürlichen Fluss des Tao auszurichten. Dem Tao folgen heißt, der Natur folgen. Dahinter steht das Bild von dem Fluss, der seinem natürlichen Lauf nach fließt und dabei ungeheure Kräfte entfalten kann. Die Yin/Yang-Dualität, die vom Tao fließt, stellt das Gleichgewicht von Gut und Böse dar. Auf diese Weise sind Gut und Böse gleichrangig und voneinander abhängig.

Exponate:

Decke mit Yin & Yang –Zeichen
Chinesischer Fächer
Chinesische Zeitung
Opfergeld
Geschnitztes Holzboot mit Figuren - mit diesem Boot lässt sich das Bild vom Fluss im  Taoismus veranschaulichen 

Abteilung 7: Judentum

Das Judentum ist die älteste monotheistische Offenbarungsreligion. Es hat seine Wurzeln darin, dass Gott sich selbst offenbart hat und einen Bund mit Abraham schloss (1Mose 15,18). Daher verstehen sich seine Nachkommen als Gottes auserwähltes Volk. Bestätigt wird dieser Bund durch den Überbringer des jüdischen Gesetzes Mose (2Mose 19,3-6). Israel ist nach der biblischen Überlieferung das Land, das Gott seinem Volk versprochen hat.

Die Thora (die fünf Bücher Mose) gilt als das göttlich inspirierte Gesetz. Zusammen mit den Newiim (prophetische Bücher) und den Ketuwim (Schriften) bildet sie die hebräische Bibel - nach dem christlichen Verständnis das Alte Testament. Der Talmud ist ein Kommentar zur Thora. Er setzt sich zusammen aus Mischna, einer mündlichen Überlieferung der Thora, und Gemera, einem rabbinischen Kommentar zur Mischna.

Glaubensgrundsätze (Tafel links)
Das Judentum ist hauptsächlich eine Religion der Praxis im diesseitigen Leben. Himmel und Ewigkeit haben keine herausgehobene Bedeutung. Judentum drückt sich aus durch regelmäßiges Studium der Thora, in dem praktischen Erfüllen der Gesetze, wie der Speisegebote (koscheres Essen) und des Sabbat, den Bund der Beschneidung (am achten Tag nach der Geburt), das Bedecken des Kopfes während des Gebetes mit der Kippa (Gebetskäppchen) sowie das Halten der Fest- und Feiertage (wie das Passahfest - zur Erinnerung an den Auszug aus Ägypten -, Jom Kippur- Versöhnungstag, Purim - Befreiung der Juden durch Esther, Sukkot - Laubhüttenfest als Dank für Ernte und Schawuot- Pfingst- oder Wochenfest). Am rechten Türpfosten eines jüdischen Hauses befindet sich ein kleiner Behälter mit Pergamentröllchen - die Mesusa - auf denen der Text aus 5Mose 6,4-9 und 11,13-21 steht: „Höre Israel, der HERR ist unser Gott, der Herr allein! Und du sollst den Herrn deinen Gott lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft“.

Gottesvorstellungen (Tafel rechts)
Das Judentum ist monotheistisch. Der Gott der Juden ist kein abstrakter oder mystischer Gott, sondern ein Gott in Raum und Zeit, in Geschichte und Leben der Menschen. Er besucht Abraham, spricht mit Mose, beschreibt Gesetzestafeln, schickt Propheten, er lenkt Kriege und schafft Frieden. Gott bricht in diese Welt hinein, es gibt jedoch keine Chance für den Menschen, in Gottes Welt einzudringen. Der Mensch kann sich Gott nicht einfach nähern. Es braucht bestimmte Vorbereitungen. Gott selbst schreibt vor, wie Menschen sich ihm nahen können. In der religiösen Fachsprache heißt das: Gott ist heilig! Auch wenn Gott mitten in der Welt ist, bleibt er doch deutlich von ihr getrennt. Neben die Heiligkeit Gottes tritt als zweiter Schwerpunkt seine Einzigkeit.

Exponate:

Modell der Stiftshütte - verdeutlicht, wie der Mensch sich dem heiligen Gott nahen kann und dass es dazu der Reinigung durch Waschungen und Opfer bedarf.
Thora in Rollenform und als Buch – die jüdische Bibel
Kippa - Die kleine kreisförmige Mütze signalisiert Gottesfurcht und Bescheidenheit vor Gott. Im Laufe der Zeit ist die Kippa zu einem Erkennungszeichen des Juden geworden, der den Sitten Israels treu ist und die Erfüllung aller Pflichten auf sich genommen hat.

Schofar-Widderhorn - das Schofar ist ein Blasinstrument, das aus dem Horn eines Widders gefertigt wird. Es erinnert das jüdische Volk an den Widder, den dessen Stammvater Abraham stellvertretend für seinen Sohn Isaak opfern durfte, aber auch an den Messias Israels, der mit dem Klang des himmlischen Schofar kommen wird. 

Menorah - eines der ältesten Symbole des jüdischen Glaubens ist der siebenarmiger Leuchter, der im Tempel gebraucht wurde. Die Menorah ist ein Symbol dafür, dass Israel ein Licht für die Nationen sein soll.
Kelch und Teller – Geräte, die beim jährlichen Passahfest verwendet werden.


Abteilung 8: Christentum

Zur größten Weltreligion, dem Christentum, bekennen sich mehr als 2 Milliarden Menschen. Grundpfeiler des christlichen Glaubens ist eine Person: Jesus Christus. Er beanspruchte, Gottes Sohn zu sein und sah sich als Erfüllung der Religion und der Verheißung des Alten Testamentes. Während seines nur dreijährigen öffentlichen Wirkens rief er zur Umkehr und zum Glauben an Gott auf. Er heilte viele Menschen und setzte sich kompromisslos für Gerechtigkeit ein. Man kreuzigte ihn schließlich. Nach dem Bericht der neutestamentlichen Augenzeugen wurde er jedoch von den Toten auferweckt. Seine Schüler und Nachfolger verbreiteten nach seiner Himmelfahrt das Evangelium („Frohe Botschaft“) von der Erlösung durch Gott. 

Glaubensgrundlagen (linke Tafel)
Gott hat die Menschen aus Liebe als Ebenbild geschaffen. Adam und Eva, die Ureltern der Menschheit, lebten in einer vollkommenen Welt. Sie entschieden sich jedoch, ihren eigenen Maßstäben mehr zu vertrauen als Gott. Durch ihre Sünde lebt die Menschheit seitdem von Gott getrennt und das ist Ursache für Leid und Tod. Kein Mensch kann sich aus eigener Kraft aus diesem Dilemma befreien. In seiner Liebe zu den Menschen schafft Gott selbst einen Ausweg, damit die Menschen nicht in ewiger Trennung von ihm leben müssen. Als gerechter Gott muss er Sünde zwar bestrafen, nimmt sie jedoch in der Person seines Sohnes Jesus Christus selbst auf sich. Jesus Christus, vom Heiligen Geist gezeugt und von der Jungfrau Maria geboren, lebte sündlos und ging freiwillig für die Menschheit in den Tod.

Er besiegte das Böse und den Tod durch seine Auferstehung. Gottes Gnade ermöglicht es fortan jedem Menschen, mit Gott versöhnt zu sein. Allein das Vertrauen darauf, dass Tod und Auferstehung von Jesus zur Vergebung der eigenen Schuld geschehen sind, reicht aus und führt zur geistlichen „Neugeburt“. Christen führen dann ihr Leben gemäß dem Vorbild von Jesus und versuchen seine Gebote zu befolgen - aus Dankbarkeit und der Einsicht, dass sie gut sind. Der Heilige Geist, der in das Herz jedes Glaubenden einzieht, hilft dabei, Gottes Willen zu erkennen und zu tun. Ein Christ lebt zeitlebens aus der Gnade Gottes, denn Versagen gehört zum Menschsein. Nach dem Tod wird jeder Mensch auferstehen und die Ewigkeit entweder in Gemeinschaft mit Gott verbringen (Himmel) oder in der Gottesferne (Hölle) - je nachdem, ob er Gottes Gnade für sich in Anspruch genommen hat oder nicht.

Gottesvorstellungen (rechte Tafel)
Gott bleibt auch in der christlichen Vorstellung vollkommen vom Menschen getrennt. Er ist nicht manipulierbar, sondern souverän. Gott selbst ist es, der über Jesus Christus in die irdische Welt hinein kommt und die Möglichkeit eines Kontaktes des Menschen mit Gott herstellt.

Exponate:

Gutenberg – Bibel – die Bibel war das erste gedruckte Buch
Kruzifix – das Franzikus-Kreuz
Ikonen
Rosenkranz

Bildband: „2000 Jahre Christentum“ illustrierte Kirchengeschichte
DVD-Box „2000 Jahre Christentum“
Jesus-Film

Abteilung 9: Islam

Islam bedeutet wörtlich „Unterwerfung“, d.h. eine völlig unterwerfende Hingabe an den Willen Gottes („Allahs“). Gegründet wurde er von dem Propheten Mohammed (570-632 n.Chr.), nachdem ihm, wie er zuerst meinte, ein Wüstendämon (Jinn) oder, wie er später glaubte, der Erzengel Gabriel Offenbarungen zuteil werden ließ. 

Der Koran ist eine Sammlung der Offenbarungen, die Mohammed zwischen 610 und 632 n. Chr. erhalten hat. Die Schriftensammlung besteht aus 114 einzelnen Abschnitten (Suren). Muslime glauben, dass der Koran unfehlbar und unveränderbar sei. Hadith und Sunna halten andere Ereignisse und Sprüche aus dem Leben Mohammeds fest. Diese Lehren decken Bereiche ab, die der Koran nicht erfasst. Die Shari´a ist ein Kommentar zu Koran und Hadis, der Vorschriften Allahs für das Handeln des Menschen aufzeigt. 

Glaubensgrundlagen (Tafel links)
Die zentrale Lehre des Islam ist, dass es nur einen Gott gibt und ihm kein Partner zugesellt werden darf. Die Behauptung, Gott habe einen Sohn, ist Gotteslästerung. Allah ist souverän. Alles was geschieht, sei es gut oder böse, ist sein Wille. Der Islam kennt zahlreiche Propheten - einschließlich Adam, Noah, Abraham, David und Jesus. Doch sie alle sind Mohammed untergeordnet, der für den größten Propheten gehalten wird. Die geistliche Welt ist hierarchisch in Erzengel, Engel und charakterschwache Geister aufgeteilt. Jinn können sich für das Gute und das Böse entscheiden und Menschen körperlich beeinflussen.
Das Endgericht zeigt, ob die Unterwerfung unter Allah aufrichtig war. Wie auf einer Waage werden die guten und die bösen Taten gewogen. Gott ist zwar gnädig, es bleibt aber seiner Souveränität überlassen, ob man ins Paradies kommt. Märtyrer erhalten sofortigen Eingang ins Paradies. Das Paradies wird als Garten verstanden, in dem nur Gutes existiert. 

Das geistliche Leben der Muslime besteht aus den „fünf Säulen des Islam“.
1. Das Glaubensbekenntnis „Es gibt keinen anderen Gott als Allah, und Mohammed ist sein Prophet“.
2. Gebet: Muslime sind vom 12. Lebensjahr an dazu verpflichtet, fünf Mal am Tag zu beten. Männer betreten dafür die Moschee, Frauen beten zuhause. Häufig geht eine Familie geschlossen zur Moschee, um das Freitagsgebet abzuhalten.
3. Fasten: Mohammed soll seine erste Offenbarung während des Monats Ramadan, dem 9. des islamischen Mondkalenders erhalten haben. Muslime fasten deswegen in diesem Monat von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang.
4. Almosen: Muslimen ist vorgeschrieben, 2,5 % ihres Einkommens den Armen zu geben.
5. Pilgerschaft: Mekka war Mohammeds Heimat und zugleich die Wiege des Islam. Gebete werden in Himmelsrichtung gen Mekka gerichtet und von Muslimen wird erwartet, dass sie einmal im Leben im Pilgermonat diesen Ort aufsuchen.

Gottesvorstellung (Tafel rechts)
Allahs Größe betont seine Souveränität. Der Mensch bleibt im Islam vollkommen von Gott abhängig und getrennt.

Exponate:

Arabischer Koran und deutscher Koran
Buchständer zum Lesen des Korans
Hadis
Gebetsteppich
Gebetskette mit 99 Perlen

Abteilung 10: Esoterik

Der Begriff ‚Esoterik’ geht zurück auf den französischen Kabbalisten Eliphas Lévi (1810-1875), der auch den Ausdruck ‚Okkultismus’ geprägt hat. Beide Worte bezeichnen letztlich dasselbe, nämlich die Überzeugung, dass die sichtbare Welt nicht die einzige und ganze Wirklichkeit ist, sondern von einer größeren, übersinnlichen Welt umschlossen wird – wobei zwischen den beiden Welten enge Analogien bestehen und Kommunikation möglich, ja wünschenswert ist.

Esoterik bedeutet soviel wie „zum inneren Kreis gehörig“. Sie ist eine Lehre für Eingeweihte. Sie ist aber auch eine nicht christliche Alternative zu den modernen Wissenschaften. Für manche ist sie einfach ein ‚innerer’ Weg, eine persönliche Spiritualität bzw. Patchwork-Religion. Im Rahmen der alternativen Medizin hat sich die Esoterik den Weg in das Denken der postmodernen Gesellschaft gebahnt. 
Yoga als gesundheitsfördernde Gymnastik oder Ayurveda als Medizin klingen nicht nur nach Fernost, sondern sind direkte Anleihen aus den Religionen Asiens. Da Gesundheit einen unumstrittenen sehr hohen Wert in der deutschen Gesellschaft einnimmt, ist die Bereitschaft entsprechend groß, alle Weg zur Gesundheit auszuprobieren. Zur Esoterik gehören so unterschiedliche Praktiken wie Alchemie, Anthroposophie, Astrologie, Homöopathie, Bach-Blütentherapie, Geistheilung, Geisterbeschwörung, Reiki, Feng Shui, Gralsbewegung, Pendeln, Tarot-Karten legen u.v.m.

Gott ist in der Esoterik keine Person, sondern vielmehr in allem enthalten (Pantheismus), als mystische Kraft oder Weltformel. Er ist, ähnlich wie in den animistischen Religionen, ein Teil dieser Welt und kann gebraucht werden, damit Menschen ihre Ziele wie Gesundheit und Erfolg erreichen können.
Der Mensch kann mit einer unsichtbaren Welt in Kontakt treten, z.B. durch okkulte Handlungen, Wahrsagerei, Totenbeschwörungen u.ä. Er vereint sich dabei mit der göttlichen Kraft oder mit der unsichtbaren Welt und nutzt deren Kräfte. Deshalb ist die Esoterik eng verbunden mit Magie und Okkultismus. Die Esoterik ist keine geschlossen religiöse Bewegung, sondern ein Sammelbecken für höchst unterschiedliche Auffassungen und Praktiken. Sie bietet Religion wie ein Sortiment an und überlässt es dem „Kunden“, für sich selber auszuwählen. Sie ist damit die Modereligion der postmodernen Gesellschaft, denn sie kennt keine Dogmen, keine Mission und keine Zugehörigkeit.
Der Esoteriker ist mit sich selbst beschäftigt und will vor allem mehr Kraft für sein Leben. Ob er es dabei mit Gott oder Göttern, mit Engeln oder Dämonen zu tun hat, ist relativ belanglos, solange die angewendete Methode wirkt. Die wirklich ernst zu nehmende Gottheit ist für den Esoteriker das eigene ICH, dem er alle religiösen Fragen unterordnet.

Exponate:

Traumfänger - der Traumfänger soll die guten sowie die bösen Träume auffangen und für einen guten Tag oder für einen guten Schlaf sorgen
Mandalas - Das Sanskritwort Mandala bedeutet „Kreis“ im allgemeinen Sinne. Es wird aber auch magischer oder mystischer Kreis genannt und zur Meditation verwendet. Kreisbilder werden gezeichnet, gemalt, plastisch geformt oder auch getanzt.
Windspiel aus Bambus – soll die bösen Energien vertreiben. 

Qi-Gong-Klangkugeln – Beim Bewegen der Kugeln in der Hand werden Energiereserven freigesetzt und verbreiten ein ganzheitliches Wohlgefühl.
Pyramide, die veranschaulicht, dass man sich zu höheren Stufen weiter entwickeln kann.
Indianisches Medizinsäckchen - wurde vom Medizinmann getragen. Dieser war verantwortlich für Heilung, Vorhersage der Zukunft und das Vertreiben der bösen Geister. 

Sorgenpüppchen - Kinder erzählen den kleinen Puppen ihre Sorgen, bevor sie ins Bett gehen. Wenn sie am nächsten Morgen erwachen, haben die Puppen alle ihre Sorgen entfernt.
Heilsteine - der Amethyst-Stein dient zur Linderung von Kopfschmerzen und Migräne und hilft bei Schlaflosigkeit. Er unterstützt, die eigentliche Bestimmung und Lebensaufgabe zu finden.

Abteilung 11: Säkularismus

Säkularismus ist ein Sammelbegriff für Atheismus und Materialismus.
Auch wenn Säkularismus nicht zu den großen Weltreligionen gerechnet wird, ist er ein religiöses Phänomen, weil in dieser Weltanschauung Antworten auf die existenziellen Fragen gegeben werden. Man geht davon aus, dass alles innerweltlich (säkular) erklärt werden kann und dass man keinen Gott braucht, um die Welt zu verstehen.


Ein Atheist ist jemand, der sagt, es gäbe genügend Beweise für die Nichtexistenz Gottes. Auch ein Atheist glaubt, wenn er an die Nichtexistenz Gottes glaubt.
Dem funktionellen Atheisten ist es gleichgültig, ob Gott existiert oder nicht.
Ein Agnostiker ist jemand, der sagt, es gäbe nicht genügend Beweise, um feststellen zu können, ob Gott existiert oder nicht.
Wenn man die Zahl der „Atheisten“ und der „Unreligiösen“ zusammenrechnet, stellt man fest, dass 20 % der Weltbevölkerung Säkularisten sind.

Überzeugungen des Säkularismus
Der grundlegende Lehrsatz des Säkularismus ist das Abstreiten der Existenz des Übernatürlichen. Es gibt nur Materie. Ihm zufolge ist der Glaube an Gott nicht mehr als eine Projektion der Gedanken und Wünsche der Menschen. Säkularisten halten die Religion für einengend und realitätsfern. Sie dient zur Beschwichtigung der Ängste unwissender Menschen. Wenn Menschen jedoch überleben wollen, müssen sie die Antworten in sich selbst finden und den Problemen beherzt entgegentreten, wenn sie sich von den Fesseln der Religion befreit haben.
Wenn man die Existenz Gottes abstreitet, ist es logisch zu sagen, dass Wunder - das Ergebnis des Eingreifens Gottes - unmöglich sind. Säkularisten behaupten, dass die Existenz und die Komplexität des Universums durch die naturalistischen Grundsätze, die in der Evolutionstheorie dargelegt sind, ausreichend erklärt werden können. 
Auch die Persönlichkeit und das Denken sind Produkte des Evolutionsprozesses und werden durch gegenseitige Beeinflussung chemischer und biologischer Faktoren ausreichend erklärt. Säkularisten sind davon überzeugt, dass die naturwissenschaftliche Methode der Forschung der einzige zuverlässige Weg zur Entdeckung von Wahrheit und Wissen ist. Vernunft und Glauben, Wissenschaft und Religion sind für sie unversöhnliche Gegensätze. 
Säkularisten streiten ab, dass es einen absoluten moralischen Bezugspunkt außerhalb des Menschen, etwa einen heiligen Gott gibt, und dass die Menschheit keinen absoluten moralischen Maßstab außerhalb ihrer selbst nötig hat. Die Menschheit ist von Natur aus gut und dieses angeborene Gutsein muss durch Erziehung, nicht durch religiöse Umwandlung, verwirklicht werden.
Mit dem Tod hört der Einzelne auf zu existieren. Es gibt für Säkularisten keinen glaubwürdigen Beweis dafür, dass das Leben nach dem Tod des Körpers weiter geht.

Linke Tafel
Die Zeit der Aufklärung im 17. und 18. Jahrhundert war eine Epoche in der modernen westlichen Philosophie. Sie steht für das Bestreben, durch den Erwerb neuen Wissens Unklarheiten zu beseitigen, Fragen zu beantworten und Irrtümer zu beheben. 

Rechte Tafel
Auch der Marxismus gründet sich auf eine materialistische Wahrnehmung der Wirklichkeit. Das heißt, er glaubt, dass es keinen übernatürlichen oder immateriellen Bereich der Wirklichkeit gibt. Karl Marx hielt Religion für „Opium des Volkes“ und forderte: „Die Abschaffung der Religion als illusorisches Glück der Menschen ist zu ihrem wahren Glück erforderlich“. In Übereinstimmung mit den wirtschaftlichen Gesetzmäßigkeiten glaubte Marx, dass die Menschen nicht mehr das Bedürfnis nach Religion haben werden, sobald der kommunistische Idealstaat verwirklicht ist.

Exponate:

Altertümliche Rechenmaschinen
Geldscheine und Münzen
Das kommunistische Manifest
Büste von Karl Marx
Mao-Bibel

Abteilung 12: Viele Wege - ein Ziel?

In dieser Abteilung haben wir eine Gegenüberstellung der wichtigsten Überzeugungen der verschiedenen Religionen. Die Übersicht gibt uns eine Antwort auf die oft gestellte Frage, ob die Religionen nicht doch letztlich alle dasselbe wollen und meinen. Es wird deutlich, dass es in den Religionen zwar oft um die gleichen Fragen geht, die Antworten jedoch sind sehr unterschiedlich. Gemeinsamkeiten und Unterschiede werden gegenübergestellt.

Gemeinsamkeiten sind:
Alle Religionen stellen die Grundfragen des Lebens: Woher? Wozu? Wohin? Was ist gut und böse? Wie kann ich glücklich werden? Gibt es endgültiges Heil? In allen Religionen geht es um Mächte, die einen Einfluss auf unser Leben haben. In allen Religionen geht es in irgendeiner Art und Weise um Gott, Götter oder um das Transzendente. Die Hoffnung der Religionen reicht über den Tod hinaus. Sie verheißt Anteil am Königtum Gottes, den Himmel, das Paradies, ewiges Leben, die Befreiung vom Kreislauf des Leidens im Nirwana. Religion setzt sich mit dem Gewissen des Menschen auseinander.  Solange es Religionen gibt, gibt es religiöse Handlungen wie Opfer, Wallfahrten, Fasten, Bußübungen, die den Menschen dem Heiligen näher bringen und die Stimme des Gewissens beruhigen sollen. Die Hoffnungen der Religionen sind oft an Gestalten gebunden, die als Mittler eintreten und die Welt und den Menschen verbessern werden, wie der jüdische Messias, der wiederkommende Christus, der schiitische Mahdi, der buddhistische Maitreya.

Die Unterschiede sind jedoch auch nicht zu übersehen. Die Kernaussagen der Religionen widersprechen sich diametral. Weder die Frage nach Gott und ob bzw. wie man ihm begegnen kann, noch die Frage nach dem Tod, wird gleich beantwortet. Z.B. bedeutet „Erlösung“ im Judentum, Christentum und im Islam das Überleben der individuellen Persönlichkeit im Himmel. Ganz anders im Hinduismus und Buddhismus. Hier geht es nicht um das Überleben, sondern um das Auslöschen der individuellen Persönlichkeit. Im Blick auf das Leben nach dem Tod sagt die Bibel: „dass es dem Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach das Gericht“. Hinduisten glauben an die Reinkarnation, in der Menschen immer wieder geboren werden und sterben müssen. Die Frage: „Führen alle Religionen zu Gott?“ muss schon deshalb verneint werden, weil das Gottesverständnis in den Religionen sehr verschieden ist. Manche Religionen sind streng monotheistisch, während andere eine Vielzahl von Göttern kennen. Einige Religionen haben keinen Gott, zu dem sie führen könnten oder wollten und selbst bei den monotheistischen Religionen fallen die Antworten total unterschiedlich aus.

Trotz der Unterschiede enthalten alle Religionen Erkenntnisse, die es anzuerkennen und zu würdigen gilt. Vom Islam z.B. können wir die Anerkennung der Größe Gottes lernen und der Animismus lehrt uns zu erkennen, dass die Materie nicht alles ist. Der Taoismus lehrt uns, empfindsam mit der Natur umzugehen und Menschen freundlich und verständnisvoll zu behandeln. Sogar die Hoffnung des Atheismus, Lösungen durch rationales Denken zu finden, kann uns anspornen, klar zu denken und konsequent zu leben.

Anhand des „Elefantengleichnisses“, das Siddharta Gautama (Buddha) zugeschrieben wird, kann erklärt werden, weshalb wir Menschen so unterschiedliche Religionen haben und weshalb wir Menschen von uns aus nicht in der Lage sind zu erkennen, welche die Richtige ist. Er ließ blinde Bettler rufen, um einen Elefanten zu betasten und zu beschreiben, was ein Elefant ist. Jeder von ihnen bekam ein anderes Teil des Elefanten zu fassen. Einer ein Ohr und sagte: Der Elefant ist ein Wedel. Ein Anderer den Rüssel - für ihn war der Elefant ein flexibles Rohr. Der Dritte den Leib und behauptete, der Elefant sei eine raue Wand. Der Vierte erwischte den Schwanz und bezeichnete den Elefant als Pinsel. Der Grund, weshalb diese so unterschiedliche Aussagen machen, ist darin zu suchen, dass es blinde Bettler sind.
In der Tat ist es so, dass wir Menschen vor einem Phänomen stehen, das wir selbst nicht erkennen und erfassen können. Gerade weil wir begrenzt sind, sind wir auf Hilfe und Information von jemandem angewiesen, der das Ganze erkennen kann. Diese Information hat uns Gott gegeben. Wir nennen dies „Offenbarung“. Gott hat sich selbst zu erkennen gegeben. Er beantwortet die Fragen, die die Religionen stellen. 

Exponate:

Bücher zu den Religionen
Elefant zum Erzählen des Elefantengleichnisses
Lexikon der Weltreligionen

Abteilung 13: Viele Religionen - ein Evangelium

Wie wir gesehen haben, ist Religion der Versuch des Menschen, Antworten auf die letzten Fragen des Seins zu finden und die Frage nach Gott zu beantworten. Jedoch ist der Mensch von sich aus nicht in der Lage, Gott zu erkennen und die existenziellen Fragen zu beantworten, die hinter unserem Leben stehen. Den Religionen gegenüber steht das Evangelium. Das Evangelium ist die gute Botschaft, dass Gott sich selbst zu erkennen gibt. Die Bibel stellt Gott als den Schöpfer und den einzigen Gott vor, der von sich aus alles getan hat, damit der Mensch in Harmonie mit Gott leben kann.

Religion ist das, was Menschen tun, um zu Gott zu kommen.
Das Evangelium beschreibt, dass Gott in Jesus alles getan hat.

Anhand des Schmuckkästchens (Exponat) kann man nun erklären, was „Offenbarung“ bedeutet. Wenn jemand das Kästchen öffnet, hat man seinen Inhalt entdeckt. Was ist jedoch, wenn wir nicht in der Lage sind, das Kästchen zu öffnen? Etwas anderes ist es, wenn ich das Kästchen öffne und den Inhalt zeige. Dann offenbare ich etwas. Da kein Mensch in der Lage ist, das Geheimnis im Blick auf Gott zu lüften, sind wir alle miteinander auf Offenbarung angewiesen.
Gott selbst hat uns ermöglicht, überhaupt etwas über Gott zu wissen. Er hat sich geoffenbart in der Schöpfung (Römer 1,19), in der persönlichen Begegnung mit Menschen (Abraham, Mose usw.), in seinem Wort (2Tim 3,16) und am deutlichsten in seinem Sohn Jesus Christus (Hebräer 1,1).


In der Broschüre „Gott persönlich kennen lernen“, die in dem Schmuckkästchen aufbewahrt wird, wird der Weg beschrieben, wie man ein persönliches Verhältnis zu Gott bekommen kann. Die darin beschriebenen vier Schritte haben sich als ein guter Leitfaden erwiesen.

Exponate:

Broschüre „Gott persönlich kennenlernen“
Das Buch zur Ausstellung „Phänomen Weltreligionen“ von Ulrich Neuenhausen
Weitere Bücher, die zum Verkauf angeboten werden sollen, sollten vor Ort besorgt werden.

Quiz zur Ausstellung Weltreligionen

Hier können Sie eine PDF-Druckvorlage für ein "Quiz zur Ausstellung Weltreligionen" herunterladen

Weitere Informationen bekommen Sie bei

Reinhard Lorenz
Heideweg 4
51702 Bergneustadt
E-Mail: lorenz[at]agb-online.de
Tel.: 02261-448 17; 0173-205 76 87

Weitere Infos:

AGB - Arbeitsgemeinschaft der Brüdergemeinden im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden
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