Was bedeutet AGB?

Üblicherweise steht AGB für „Allgemeine Geschäftsbedingungen“.  Das kann es aber in diesem Fall nicht sein. 

Viel besser wäre die Bezeichnung „Aktive Gemeinde Bewegung“. Das trifft es schon viel eher. Es geht nämlich um eine weltweite Gemeindebewegung, die bereits 1834 in England entstanden ist und die es bereits seit über 150 Jahren auch in Deutschland gibt.

Untrennbar damit verbunden sind z.B. Namen wie Georg Müller, der Waisen-vater von Bristol, der als einer der glaubensvollen Gründerväter immer noch Vorbild für die Bewegung ist. Weil sie sich diese Bewegung nicht als Kirche im klassischen Sinn verstanden hat und sich auch nicht selbst einen Namen geben wollte, hat man sie nach ihrem Leitsatz „Einer ist euer Meister, Christus, ihr alle aber seid Brüder“  einfach Brüderbewegung oder Brüdergemeinden genannt. Egal, wie die Bewegung heißt. Hauptsache, sie ist und bleibt in Bewegung und ist von dem bewegt, was Gott bewegt.

Nun steht das Kürzel AGB aber auch nicht für „aktive Gemeindebewegung“, sondern  für „Arbeitsgemeinschaft der Brüdergemeinden“.

Ein Teil der Brüdergemeinden in Deutschland – und zwar die, die im Bund evangelisch-freikirchlicher  Gemeinden organisiert sind – haben nämlich 1980 (also vor 30 Jahren eine Arbeitsgemeinschaft gebildet, weil sie gemerkt haben, dass es Aufgaben gibt, die eine Gemeinde alleine nicht bewältigen kann. Gemeinden brauchen Gemeinschaft untereinander, um sich gegenseitig zu stärken und miteinander Aufgaben anzupacken. Das ist ein biblischer Grundsatz, den wir in Galater 6,2 finden: „Einer trage des anderen Last“.

 

Wie es der Name „Arbeitsgemeinschaft“ bereits sagt, liegt der Schwerpunkt auf den Begriffen Arbeit und Gemeinschaft. Die AGB fördert die Zusammengehörigkeit der Gemeinden und hilft ihnen, den von Gott gegebenen Auftrag zu erfüllen.

Die Aufgaben sind insbesondere: Evangelisation, Gemeindegründung,  Mission, Diakonie, Lehr- und Schulungs-aufgaben, Gemeindedienste, Kinder- Jungschar- und Jugendarbeit, Frauenarbeit, Männerarbeit, Seniorenarbeit, Konferenzen, internationale Zusammenarbeit.

Von Anfang an standen der AGB folgende Ziele vor Augen:

  • den Weg der Brüdergemeinden im BEFG zu begleiten
  • das Verhältnis zu allen Brüdergemeinden auf nationaler und internationaler Ebene positiv zu gestalten
  • und den Auftrag zu erfüllen, den Gott uns Christen in dieser Welt gegeben hat. Das hat vor allem mit Evangelisation und Gemeindebau zu tun.

Zur AGB gehören zurzeit 145 Gemeinden mit ca. 9.000 Mitgliedern. Dabei handelt es sich zum allergrößten Teil um Gemeinden, die auch Mitglieder des Bundes (BEFG) sind. Allerdings ist das nicht unbedingt erforderlich, um zur AGB zu gehören. Innerhalb dieses Bundes, der aus 665 Baptisten- und Brüdergemeinden mit ca. 87.000 Mitgliedern besteht, stellt die AGB gut 10% der Mitglieder. Insgesamt gibt es in Deutschland 535 Brüdergemeinden mit etwa 36.000 Mitgliedern, die in drei Gruppierungen aufgeteilt sind: die Gemeinden der AGB, die „Freien Brüder“ und die „Exklusiven“.


 

AGB-Jahresprospekt

Bitte anfordern:
AGB-Verwaltungsstelle
Schiebestraße 32
04129 Leipzig
Tel.: (0341) 9015210.

Oder herunterladen:

2017 hier