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AGB aktuell 08/2008 Drucken

Eine kleine Gemeinde, die Großes mit Gott erlebt hat

„… die 70 kehrten zurück und berichteten voller Freude, was sie mit Jesus erlebt hatten.“ So oder ähnlich könnte man die Stimmung nach der Zeltwoche und der Ausstellung Weltreligionen in unserer Gemeinde beschreiben. Oder auch so: „Das war so schön, jeden Tag im Zelt zu sein, jetzt fehlt mir richtig was.“

Wir, die 40 Mitglieder starke Gemeinde in Olpe (Sauerland) hatten uns in diesem Sommer ein großes Projekt vorgenommen: Vom 24. -31. August 2008 haben wir unser Gemeindehaus verlassen, um mitten im Zentrum der Stadt das „Zelt der Begegnung“ aufzubauen. Wir wollten „da sein, wo die Menschen sind“, ihnen begegnen und mit ihnen über den Glauben an Jesus Christus ins Gespräch kommen.
Dabei wurden wir von 15 Bibelschülern der Bibelschule Wiedenest unterstützt, die im Rahmen ihres Sommerpraktikums anwenden wollten, was sie im Unterricht gelernt hatten. Und das taten sie auch sehr engagiert und tatkräftig und haben wesentlich zum Gelingen der Woche beigetragen.
Hauptanziehungspunkt dieser Zelttage war die Ausstellung Weltreligionen, die ein hervorragendes Mittel ist, um sehr fundiert und fair über die großen Weltreligionen zu informieren. Sie bietet darüber hinaus aber prima Möglichkeiten, den eigenen Glauben zu bezeugen und zum Leben mit Jesus einzuladen.

Im Vorfeld hatten wir alle weiterführenden Schulen der Stadt informiert und zu dieser Ausstellung eingeladen. Zunächst war das Echo sehr gering. Gerade einmal vier Schulklassen haben sich für eine Führung angemeldet. Wir mussten eigentlich damit rechnen, dass im hochkatholischen Olpe eine Aktion der freikirchlichen Gemeinde nur wenig Anklang finden würde. Aber es kam alles ganz anders. Wir sind Gott von Herzen dankbar, dass wir innerhalb von fünf Schultagen 26! Gruppen mit insgesamt fast 700 Personen durch die Ausstellung führen konnten, dazu kamen noch etwa 100 Einzelbesucher. Auch unsere Befürchtungen, die Lehrer und Schüler seien überwiegend kritisch eingestellt, wurden einfach über den Haufen geworfen. Manche Lehrer kamen mehrmals mit ihren Klassen in die Ausstellung, so angetan waren sie von der Aufmachung und den interessanten Führungen. Und damit nicht genug:
Sie haben uns sogar darum gebeten, noch deutlicher von unserem persönlichen Glauben zu erzählen und den Schülern Rede und Antwort zu stehen, wie wir unser Christ sein ganz praktisch ausleben. Unglaublich. Gott hat uns viele offene Türen geschenkt.
Ein zweiter Schwerpunkt der Woche waren die Abendveranstaltungen zu relevanten Lebensfragen rund um das Thema Religion. Das Besondere war, dass wir uns keinen „Profi“ eingeladen haben, der die Vorträge hält, sondern dass wir alles in gemischten Teams aus Bibelschülern und Gemeindegliedern vorbereitet und durchgeführt haben. Gerade diese Teamarbeit hat uns sehr bereichert und es kamen bisher unentdeckte Talente zum Vorschein.
Besondere Highlights waren das Konzert mit Sara Lorenz und unser erster Jugendgottesdienst „unplugged“, der zugleich der Auftakt einer missionarischen Jugendarbeit in Olpe war. Unplugged, unverfälscht, unzensiert und ungefiltert – so wollen wir als Christen leben und wahrgenommen werden.

Apropos wahrgenommen werden:
Im Zusammenhang mit der Zeltwoche wollten wir der Stadt Olpe etwas Gutes tun. Die Bahnhofsunterführung ist den Stadtoberen schon lange ein Dorn im Auge gewesen, ein richtiger Schandfleck. Und dem sind wir mit Hochdruckreiniger, Bürste, Spachtel und viel Farbe zu Leibe gerückt und haben ein richtiges Kleinod daraus gemacht. Einer der Bibelschüler ist von Beruf Kunstmaler, unter seiner Anleitung entstanden wunderschöne Motive auf den weißen Wänden. „Farbe statt Tristesse“, so stand es auf der Titelseite einer der fünf regionalen Zeitungen, die allesamt Berichte über diese außergewöhnliche Aktion und die Ausstellung Weltreligionen veröffentlicht haben.
Manchmal sind es eher die kleinen Dinge, die eine große Wirkung haben. Mit diesem positiven Echo im Rathaus und in der Stadt hatten wir nicht gerechnet.

Gott hat uns mit dieser Woche reich beschenkt. Für viele von uns war es das erste Mal, dass wir eine Führung durch die Ausstellung gemacht haben oder dass wir bei Straßeneinsätzen auf Menschen zugegangen sind und mit ihnen sprechen und beten konnten oder dass wir auf der Bühne standen und gesungen, geschauspielert, gepredigt oder andere interviewt haben. Aber für alle war es ein großer Gewinn.

Was ist geblieben? Sehr positive Erinnerungen an die Zeltwoche. Viele Kontakte zu Christen und Nichtchristen in Olpe. Ein gestiegener Gottesdienstbesuch. Mehrere Teilnehmer im Alphakurs. Und vor allem das Wissen: Gott stellt sich zu uns, wenn wir in seinem Auftrag etwas wagen.

Andreas Baer koordiniert im Auftrag der AGB die Einsätze mit den Ausstellungen. Wenn Sie ebenfalls einen Einsatz mit der Bibelausstellung, der Ausstellung Weltreligionen oder mit dem Zelt durchführen wollen, dann schreiben Sie an: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können
 
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