| AGB aktuell 07/2008 |
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Hilfe für Gemeinden, sich sozialdiakonisch zu engagierenUnsere Wahrnehmungen Der Auftrag der Gemeinde, die Liebe Christi in Wort und Tat zu bezeugen, wird zunehmend von Verantwortlichen in den Gemeinden neu begriffen. Es ist erkennbar, dass aufgrund der gesellschaftlichen Veränderungen das sozialdiakonische Engagement der Kirchen und Gemeinden in Zukunft wichtiger sein wird als bisher. Es wird verstanden, dass Evangelisation und soziale Verantwortung zusammen gehören und dass darin neben der Hilfe für die Betroffenen eine große missionarische Chance für die Gemeinde besteht. Mancherorts gibt es bereits gute Erfahrungen in sozialdia-konischer Arbeit z.B. die Projekte der Gemeinden Essen-Borbeck, Bad Lausick und andere. Viele Gemeinden sind jedoch ratlos und unsicher, wie sie sich engagieren können. Sie leiden an ihrer Begrenztheit und an der Vielfältigkeit der Aufgabe. Von der AGB und von überörtlich arbeitenden Werken, wie Persis-Diakonie in Wuppertal soll Gemeinden Hilfestellung angeboten werden, damit sie die Herausforderung von sozialdiakonischer Arbeit in geeigneter Weise anpacken kann. Was bereits geschieht Die Persis-Diakonie in Wuppertal hat das Anliegen schon vor Jahren aufgegriffen und mittels eines Fragebogens ermittelt, welche sozialdiakonischen Arbeiten von Gemeinden wahrgenommen werden. Diese sind z.B.: · Hilfe für ungeborenes Leben - Unterstützung von Müttern, damit sie Mut haben ihre Kinder auszutragen. · Kinderbetreuung - Kinder-Spiel-Kreise, Hausaufgabenbetreuung, Beaufsichtigung von Kindern in Randstunden, Schülercafé, Aufnahme von russischen Ferienkindern. · Familienbetreuung - Vertretung im Haushalt z.B. bei Erkrankung eines Elternteils, Alleinerziehenden, Mutter-Kind-Arbeit, Beratung in Erziehungsfragen. · Besuchsdienste - Kümmern um allein stehende und einsame Menschen. · Hilfe bei praktischen Arbeiten - z.B. Hilfe bei Umzügen, Gartenarbeit. · Pflege von Kranken - durch Hausbesuche, praktische Handreichungen, Besorgen von Medikamenten. · Randgruppenarbeit - Versorgung von Obdachlosen, Asylanten; Suppenküchen, Mitarbeit bei der "Tafel". · Begleitung psychisch Kranker - durch Kontakte, Aufbau von Kontaktgruppen, Seelsorge. · Suchtkrankenarbeit - Hilfsangebote für Suchtkranke vermitteln. Zusammenarbeit mit fachlichen Einrichtungen, Selbsthilfegruppen. · Strafgefangenenarbeit - Besuche und Verkündigungsdienste im Gefängnis, Hilfen zur Wiedereingliederung von entlassenen Strafgefangenen. · Seniorenarbeit - Aufbau und Pflege von Seniorenkreisen, Fahrdienste und Botengänge, Entlastung der Pflegenden. · Begleitung von Sterbenden - Vermittlung von Hospizangeboten, Betreuung der Angehörigen. · Beratung bezüglich staatlicher Hilfe - in besonderen Lebenssituationen, Rechtsfragen, Erbschaftsangelegenheiten. · Informationen über Pflegeeinrichtungen - , Heilstätten, medizinische Dienste.
Was getan werden kann, um Gemeinden zu unterstützen Ein Leitfaden soll erarbeitet werden, der Hilfestellung gibt, die Dinge zu erkennen, die berücksichtigt werden müssen, wenn eine sozialdiakonische Arbeit begonnen werden soll, damit die Hilfe bei dem Hilfesuchenden wirklich ankommt und nachhaltig getan wird. Der Gemeinde Beratung anbieten Die Beratung von Gemeinden müsste da ansetzen, ihr erkennen zu helfen, welche sozialdiakonische Aufgabe zu der Gemeinde und zu dem Ort passt. Es darf nicht nur für sozialdiakonische Arbeit motiviert werden. Gemeinden müssen darin begleitet werden. Vernetzung ähnlicher Arbeiten Um voneinander zu lernen, soll der Kontakt zwischen Gemeinden hergestellt werden, die ähnliche Projekte begonnen haben. Der Erfahrungsaustausch sollte von überörtlicher Seite initiiert werden. Schulung von künftigen Mitarbeitern Zur Schulung der Gemeinden dienen die Diakonietage, die regional durchgeführt werden. Diese könnten und sollten intensiviert werden. Zur Schulung können Kompetenzen von Einrichtungen, wie Weißes Kreuz u.a. abgefragt werden. Einen Motor zur Verfügung stellen Es braucht einen kompetenten Ansprechpartner für die Gemeinden, die sich sozialdiakonisch engagieren wollen. Diese Person sollte nicht nur fachlich kompetent, sondern auch motivierend sein. Reinhard Lorenz
Mitarbeiter für Hillerse gesucht Wenn du da hin willst, wo wir auch hin wollen, dann bist du eingeladen, zu uns zu kommen! Als kleine Gemeinde in Hillerse nördlich von Braunschweig haben wir den Wunsch, zu wachsen und neue Wege zu gehen. Dafür brauchen und suchen wir Mitarbeiter. Unsere Gemeinde hat 21 Mitglieder und mindestens genauso viele Kinder. Den Schwerpunkt der Gemeinde bilden also junge Familien. Neben dem Segen und dem Spaß an und mit den Kindern führt dies jedoch dazu, dass viele von uns familiär stark eingebunden sind. Von daher fordern unsere vielfältigen Gemeindeaktivitäten einen hohen Einsatz von unseren Familien. Unsere Gemeinde hat ein großes, neu renoviertes Haus in Hillerse, einem Dorf mit ca. 2500 Einwohnern, von denen viele der eher traditionellen ev. Kirche angehören. Als Gemeinde wollen wir mit den Menschen hier im Dorf und den umliegenden Orten über den Glauben neu ins Gespräch kommen. Dazu haben wir schon verschiedene Konzepte ausprobiert. Momentan arbeiten wir mit dem Alphakurs und merken, dass dies eine gute Form für uns ist, um mit Menschen in Kontakt zu kommen. Wir sind zwar eine kleine Gruppe, wissen aber, dass wir einen großen Gott haben, auf den wir uns verlassen können. Kontaktadresse: |
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