| AGB aktuell 03/2008 |
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Aufstehen, gehen – und mit der Gnade rechnen Jahresversammlung der Arbeitsgemeinschaft der Brüdergemeinden (AGB) Jeder Christ ist von Gott berufen, im Vater geliebt und in Christus bewahrt. Mit diesen Worten aus Judas 1-2 begrüßte Artur Arlitt am 5. Mai die über 150 Abgeordneten aus den Gemeinden zur Jahresversammlung der AGB in Haiger. Damit macht der Vorsitzende des Bruderrates klar, dass alles, was wir sind und tun, allein aus Gottes Kraft tun können - persönlich, in der Gemeinde, aber auch überörtlich in der Arbeitsgemeinschaft. Gottes Liebe steht nicht nur am Anfang unseres Weges, sie ist ständig da. Denn wir sind in Gott geliebt und in Christusbewahrt. Neue Gemeinden Zwei neue Gemeinden stellten sich der Jahresversammlung vor und wurden in die AGB aufgenommen. Die Gemeinde Bad Lausick (aus der Nähe von Leipzig) ist in wenigen Jahren auf 65 Mitglieder gewachsen. Vor zehn Jahren fiel die Entscheidung der Gemeinde-gründung. „Gott hat Türen geöffnet und Möglichkeiten geschenkt, von denen wir nichts geahnt haben“, so H.G. Focking bei der Vorstellung. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter: http://www.jgz-energie.de/. Die Gemeinde Osterholz-Scharmbeck (in der Nähe von Bremen) feiert in diesen Tagen bereits ihr 50-jähriges Jubiläum. Sie schließt sich der AGB als assoziiertes Mitglied an. M. Grass stellte das Motto der Gemeinde vor: „Lebendige Gemeinde, nach Gottes Willen, in der heutigen Zeit“. Weitere Informationen unter: http://www.cg-ohz.de/. Emanuel Brandt, Präsident des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher-Gemeinden (BEFG) wies anhand von Lukas 18,31 darauf hin, dass wir gemeinsam mit Jesus auf dem Weg sind. Er hat uns nicht allein gelassen und geht mit uns.„ Gemeinde Jesu ist in Bewegung“, so der Jurist in seinem Grußwort. Deshalb muss auch die Bundesgemeinschaft in Bewegung mit Jesus sein, „weil wir überzeugt sind dass unser Herr wiederkommt“. Neue Möglichkeiten Im Arbeitsbericht des Bruderrates wurden besonders zwei Dinge hervorgehoben. Die Gemeinde Gelsenkirchen (Kirchstraße) hat der AGB ihre Räumlichkeiten übertragen mit dem Ziel dort eine neue Gemeindeaufbauarbeit zu beginnen. In der Gemeinde gibt es nur ältere Geschwister, die sich aber wünschen, dass in ihren zentral gelegenen Räumen Gemeinde weitergeht. Außerdem wurde die Neulandmission Plettenberg (NMP) in die Arbeitgemeinschaft integriert. Ihre Zelte sind eine ideale Ergänzung zur Bibelausstellung und der Ausstellung Weltreligionen und können von den Gemeinden nun über die AGB angefordert werden. Reinhard Lorenz berichtete aus der Arbeit der Geschäftsführung. Vorrangige Aufgabe der AGB sei es Gemeinden zu stärken und ihnen bei der Bewältigung ihrer gewaltigen Aufgaben unterstützen. Wegen der großen Aufgabe und der begrenzten Mittel unterstützt die AGB durch gezielte Maßnahmen. Die Aufgaben der Ortsgemeinde sind: Wie führt man richtig? Zum Schwerpunktthema „Führung – was morgen zählt. Schlüsselfähigkeiten eines Leiters“ war Dr. Siegfried Buchholz aus Baden bei Wien angereist. Aus seiner Erfahrung in Wirtschaftsunternehmen gab er viele praktische Hinweise, die auch für die Leitung einer Gemeinde fruchtbar werden können. So machte er deutlich, dass Führung sehr viel mit guten Beziehungen untereinander zu tun hat. Führung gelingt nur, wenn Leiter gut mit Menschen umgehen können. Denn „Führungsarbeit ist Beziehungsarbeit.“ Ø Führende sind gute Beziehungsmanager, Führungskultur ist Beziehungskultur. Besonderen Wert legte der ehemalige BASF-Manager darauf, dass Verantwortliche einfühlsam sind und nicht kalt und von oben herab ihre Mitarbeiter führen. Es sei wichtig intelligent mit Gefühlen umzugehen, den eigenen und denen der Mitarbeiter. Sich in den anderen einfühlen zu können sei eine Form von Liebe. Aus den Arbeitskreisen Am Nachmittag wurde aus den Arbeitskreisen berichtet. Aus dem Arbeitskreis 1 (Gemeindeberatung und Seelsorge) stellte Gerd Quadflieg die „Zukunftskonferenz“ vor, die eine Gemeinde an einem Wochenende abhalten kann, um über ihren Weg in die Zukunft Klarheit zu gewinnen. Der Arbeitskreis 2 (Schulung und Theologie) stellte die neue Stellungnahme des Bruderrates zum Thema „Ehe – Scheidung – Wiederheirat“ vor. Sie kann im Internet herunter geladen werden ( http://www.agb-online.de/ ). Der Arbeitskreis 3 (Evangelisation und Neulandarbeit) zeigte die neuen Möglichkeiten durch die Zelte der Neulandmission Plettenberg auf und erinnerte an die „Vision 3 - 10 - 13“ aus dem Jahr 2005: 3 neue Gemeinden in 10 Jahren in den 13 Regionen. An 15 Orten sind Ansätze zu neuen Gemeindegründungsarbeiten bereits zu erkennen. Der Arbeitskreis 4 (Hauptberufliche Mitarbeiter) berichtete über gute Erfahrungen mit dem neuen Rechtsstatus „Pastoralreferent“ für Hauptberufliche Mitarbeiter. Dieser gewährt einen größeren Rechtsschutz, z.B. das Schweigerrecht und ermöglicht einen leichteren Zugang zu Krankenhäusern, Gefängnissen u.ä. „Gerettet um zu retten“ ist ein Impuls für Jugendgruppen, der vom Arbeitskreis 6 (Kinder-, Jungschar- und Jugendarbeit) vorgestellt wurde. Da sich auch Jugendgruppen häufig zu stark um sich selber drehen, soll hierdurch neu „der Herzschlag Jesu“ - die Liebe zu den Verlorenen - in die Gruppen gebracht werden. Weitere Informationen unter: http://www.gerettetumzuretten.de/ Mit der Abschlussandacht von Gerd Quadflieg schloss sich der Kreis. Er erinnerte an den letzten Satz der Bibel: „Die Gnade des Herrn Jesus sei mit allen.“ Gnade heißt: wir schaffen es nicht alleine. Alles kommt von Gott. Aber gerade weil wir aus der Gnade schöpfen können, sollen wir alles geben was wir haben. „Mehr können wir nicht und mehr fordert Gott nicht.“ So forderte G. Quadflieg am Ende die Teilnehmer der Jahresversammlung zur Hingabe auf: „Gott hat als Schöpfer ein Recht auf unser Leben: Gib Gott deine Mittelmäßigkeit, deine Komforthaltung! Gehen wir auch dann an die Arbeit, wenn es Mühe macht. Wir können durch die Gnade jeden Tag neu anfangen. Lasst uns aufstehen und gehen und mit der Gnade rechnen.“ Ralf Kaemper
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