| AGB aktuell 06/2008 |
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Hören – Verstehen – Leben
Lehre oder Leere? Ist das eigene Tor leer, hat der Gegner leichtes Spiel. Deshalb kommt kein Fußballteam ohne Defensive aus. Tore zu verhindern ist genauso wichtig wie Tore schießen. Es ist äußerst riskant, sich lediglich darauf zu verlassen, dass die eigenen Stürmer häufiger treffen als die Gegner. In der Gemeindearbeit ist Evangelisation wie die Offensive im Fußball: Sie liefert die zählbaren Erfolge. Die Lehre hat die Funktion der Defensive: Sie hält den Gegner vom eigenen Tor fern und ermöglicht einen geordneten Spielaufbau. Wie keine erfolgreiche Fußballmannschaft ohne Defensivabteilung auskommt, so benötigt eine stabile missionarische Gemeinde ein solides Lehrfundament. Lehre statt Leere. Lehre ist nicht die Domäne der praxisfernen Theoretiker, sondern sie ist ein wichtiger Bestandteil des Missionsbefehls "...lehrt sie alles zu bewahren, was ich euch geboten habe."(Mt 28,19). Zu den Anliegen der AGB gehört es, Gemeinden beim Aufbau eines solchen Lehrfundaments zu unterstützen. Die Defensivabteilung soll stabilisiert werden. Leitbild für ein modulares Drei-Jahres-Konzept. Wer biblische Lehrinhalte in der Gemeinde weitergibt, kennt die komplexe W-Frage: Was soll wie an wen vermittelt werden? - Hat man die Zielgruppe einigermaßen im Blick (ganze Gemeinde, Hauskreis...), stellt sich die Frage nach den Inhalten: Welches Thema oder welcher Bibeltext ist jetzt dran? - Auch wenn Gottes Geist wichtige Impulse geben kann, macht es Sinn, geplant und mit Verstand vorzugehen. (Verstand und Planungsfähigkeit stammen auch von Gott!) Die wichtigsten Inhalte, die innerhalb von drei Jahren in der Gemeinde vermittelt werden sollten, gibt es in geordneter Form in einer Übersicht. Wer das Anliegen teilt, dass Christen den „den ganzen Ratschluss Gottes“ (Apg 20,27) kennen sollen, der muss zunächst das Fundament dafür legen. Wem wichtig ist, dass die Gemeinde die biblische Offenbarung in ihrer ganzen Breite verinnerlicht, der muss ihre Eckpunkte abstecken. Wenn es gelingt, einen Zugang zu einzelnen biblischen Büchern zu eröffnen, dann entsteht Appetit nach mehr. Dafür wurde von uns ein Leitbild entwickelt. Dieses Leitbild ist die Grundlage für weitere Schritte. Als Leitungskreis einer Gemeinde könnte man zunächst einmal die Übersicht zur Hand nehmen und mit dem Ist-Zustand vergleichen: Sind diese Inhalte in den letzten drei Jahren in unserer Gemeinde verkündigt worden? Welche Themen kamen in Predigten oder Hauskreisen zur Sprache? Welche Inhalte müssten demzufolge jetzt ergänzt werden? - Um ähnliche Fragen (allerdings detaillierter) geht es auch bei der gezielten Beratung in puncto biblische Gemeinde-Lehre. Dabei sollen aber nicht nur die „Löcher in der Defensive“ gefunden werden. Vordergründiges Anliegen ist vielmehr, das in der Gemeinde kompetent, ausgewogen und methodisch-didaktisch ansprechend biblische Lehre vermittelt wird. Im Bild gesprochen: Wie kann aus einer stabilen Abwehr heraus nach vorn gespielt werden? Wer das Wort "Lehre" hört, soll nicht Langeweile und Praxisferne denken, sondern vor allem an eins: "Ich freue mich über dein Wort wie einer, der große Beute macht."(Ps 119,162)! Für jedes Feld der Übersicht (also jedes Thema, jeden Text) soll in kommenden Monaten Material angeboten, empfohlen oder auch erarbeitet werden. Dabei geht es um Inhalte und Methodik: Um Predigtentwürfe, Kursmaterial für Hauskreise bzw. Kleingruppen und um hilfreiche Literatur. Natürlich muss nicht in jedem Fall „das Rad neu erfunden“ werden. Viele Gemeinden arbeiten längst mit brauchbarem Material, das sie nach ihren Bedürfnissen zusammenstellen. Das sollen sie auch weiterhin tun. Doch hier geht es um ein Gesamtbild – um ein Leitbild mit empfehlendem Charakter. Und natürlich ist jede Form von Feedback, Anregung und Unterstützung bei diesem Projekt gern gesehen! Weitere Informationen folgen per newsletter „AGB-Aktuell“, über die Homepage www.agb-online.de und über den Jahresprospekt.
Ansprechpartner und Koordinator ist Markus Schäller, |
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